• Im Jahr 2000-2001 führte die BSE-Krise in Delmenhorst zu drastischen Maßnahmen bei der Fleischfabrik Karl Könecke, inklusive Produktionsstopp und Personalabbau.
  • Die Bewertungskommission entschied sich mit deutlicher Mehrheit für das Innenstadt-Neugestaltungskonzept des Braunschweiger Architekturbüros Casa 2; die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.
  • Heino Brackhahn wurde einstimmig zum neuen Präsidenten des Ganderkeseer Schützenbunds von 1910 gewählt; Bernhard Schwarting wurde Ehrenpräsident.

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Die Rinderkrankheit BSE hat Deutschland erreicht und sorgt für Verunsicherung in der Bevölkerung. Erstmals wurde die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) 1986 bei einem Rind in England festgestellt. Sie ist, wie sich später herausstellte, auch auf den Menschen übertragbar, und das macht Angst. Jetzt umso mehr, als im November 2000 der zu tödlichen Hirnschäden führende sogenannte Rinderwahn auch bei einem Rind in Schleswig-Holstein entdeckt wurde. Die Befürchtung, sich beim Verzehr von Rindfleisch mit BSE zu infizieren, ist seit dem Krankheitsfall „in der Nähe“ noch mehr gestiegen.

Die Folge: Es wird weniger Rindfleisch verkauft. Und das macht in Delmenhorst der Fleischwarenfabrik Karl Könecke zu schaffen. Am Standort an der Nordenhamer Straße hat das Unternehmen mit Sitz in Bremen bereits die Produktion von Corned Beef eingestellt, und auch auf die Beimengung von Rindfleisch in Wurstsorten wird verzichtet. Die Produktionsausfälle haben zu erheblichen Personalreduzierungen geführt. 50 Leiharbeiter, die für die Produktionsspitzen im Weihnachtsgeschäft eingestellt worden waren, sind bereits wieder entlassen worden, und Ende dieses Monats trifft es auch 18 Festangestellte mit befristeten Verträgen, wie der Betriebsleiter des Delmenhorster Werks, Norbert Brünings, bestätigte. „Weitere Entlassungen bleiben nicht aus, wenn die BSE-Krise anhält und die Verbraucher wie bisher reagieren“, sagt der Werksleiter und berichtet von einem 30-prozentigen Umsatzrückgang.

Könecke gehört bundesweit zu den größten Lieferanten von Selbstbedienungsware (SB) in den Fleisch- und Wurstregalen der Verbrauchermärkte. Die SB-Ware macht 70 Prozent des Umsatzes aus. Allein in Delmenhorst beschäftigt die Fleischfabrik zurzeit 198 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben Delmenhorst hat das Unternehmen noch Werke in Bremen und Berlin und zählt insgesamt rund 1200 Beschäftigte. Bisher schrieb Könecke tiefschwarze Zahlen. Aufgrund der BSE-Krise ist jetzt die Stimmung im Delmenhorster Werk gedrückt. Brünings: „Wir können nur hoffen, dass es wieder sachlich wird und die Verbraucher wieder Vertrauen fassen.“ (16. Januar 2001)

Im Gegensatz zu Berlin oder Vorpommern war sie in Delmenhorst gut zu beobachten: die einzige im Jahr 2001 in Mitteleuropa sichtbare totale Mondfinsternis. Um circa 20 Uhr begann am 9. Januar 2001 der Schatten der Erde, sich immer mehr vor den Mond zu legen, bis er ihn schließlich total verdeckte. Die Strahlung der Sonne machte allerdings die Rundung des Mondes noch erkennbar und sorgte für ein mystisches Bild am Himmel: Der Erdtrabant sah rötlich aus. (11. Januar 2001)

Die Vorentscheidung im Wettbewerb um die Neugestaltung der Delmenhorster Innenstadt ist gefallen. Der Bewertungskommission aus Politikern, Verwaltungsleuten, Wirtschaftsvertretern und externen Gutachtern lagen fünf Vorschläge zur Beurteilung vor. Die 15-köpfige Kommission entschied sich mit deutlicher Mehrheit für das Konzept des Braunschweiger Architekturbüros Casa 2. Der Siegerentwurf macht Vorschläge für Fußgängerzone, Marktplatz und eine bessere Anbindung der Graftwiesen an die Innenstadt.

Neun Mitglieder der Jury stimmten für Casa 2, vier Stimmen entfielen auf den Entwurf des Architekturbüros Professor Schomers aus Bremen und zwei Stimmen bekam das Büro Czerner aus Delmenhorst. Die Wettbewerber Ehlers aus Itzehoe und Kreikenbaum aus Bremen gingen leer aus. Allerdings nicht so ganz: Alle fünf Teilnehmer des Ideenwettbewerbs erhalten jeweils 60.000 Mark als Honorar. Es werde „ein Ruck durch die Innenstadt gehen“, prophezeite Oberstadtdirektor Norbert Boese nach der Kommissionsentscheidung – die allerdings noch nicht endgültig ist: Das letzte Wort hat der Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung. (13. Januar 2001)

Wachwechsel beim Ganderkeseer Schützenbund von 1910: Nach 25 Jahren an der Spitze der elf im Bund zusammengeschlossenen Vereine stellte Präsident Bernhard Schwarting auf der 91. Bundesversammlung sein Amt zur Verfügung, um einem Jüngeren Platz zu machen. Und der war schnell gefunden: Die Anwesenden wählten einstimmig den bisherigen Vizepräsidenten Heino Brackhahn vom Schützenverein Adelheide zu ihrem neuen Präsidenten. Bernhard Schwarting, der dem Schützenverein Hoyerswege angehört, ist zum Ehrenpräsidenten ernannt worden. Neuer Vizepräsident wurde Hans-Heinrich Hubmann vom Schützenverein Ganderkesee. (15. Januar 2001)

Jetzt haben auch die Unabhängigen Delmenhorster einen Oberbürgermeister-Kandidaten auf den Schild gehoben: Helfried Pott aus Emden. Der 45-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder und kennt sich in Wirtschaft und Verwaltung aus. Den Kontakt mit Pott, er war bis 1999 SPD-Mitglied, bekamen die Unabhängigen Delmenhorster über die parteilose Braker Bürgermeisterin Uta Maron. Sie hatte zusammen mit Pott in Oldenburg studiert. (16. Januar 2001)

Weitere Delmenhorster Geschichten befinden sich im digitalen Zeitungsarchiv unter archiv.weser-kurier.de.

Welche konkreten Auswirkungen hatte die BSE-Krise im Jahr 2000-2001 auf die Fleischfabrik Karl Könecke in Delmenhorst?

Die BSE-Krise in den Jahren 2000-2001 führte bei der Fleischfabrik Karl Könecke in Delmenhorst zu einem temporären Einbruch der Nachfrage nach Rindfleischprodukten, weshalb die Produktion von Rinderwaren vorübergehend zurückgefahren werden musste. Das Unternehmen reagierte auf die Krise, indem es sein Produktportfolio diversifizierte und verstärkt auf Schweinefleisch- sowie Wurstprodukte setzte, um die Marktnachfrage aufzufangen. In der Folge investierte Könecke verstärkt in neue Produktionslinien und setzte auf Innovationen, wodurch das Unternehmen mittelfristig gestärkt aus der Krise hervorging.

Quellen

Wie bewertete die Kommission die verschiedenen Konzepte zur Neugestaltung der Delmenhorster Innenstadt und welches Büro erhielt die Mehrheit?

Die Kommission bewertete die von fünf norddeutschen Planungsbüros vorgelegten Konzepte zur Neugestaltung der Delmenhorster Innenstadt als ideenreich und mit einem breiten Spektrum an Maßnahmen, wobei vor allem die stärkere Betonung der Wasserläufe und städtebauliche Aufwertungen wie die Freilegung der Kleinen Delme positiv hervorgehoben wurden (vgl. Artikel 1). In der öffentlichen Präsentation fanden die Vorschläge großen Anklang sowohl bei Vertretern von Handel und Gewerbe als auch in der Bevölkerung, wobei einige Stimmen eine Kombination verschiedener Ansätze bevorzugten. Aus den vorliegenden Artikeln geht jedoch nicht eindeutig hervor, welches Planungsbüro von der Kommission letztlich die Mehrheit oder den Zuschlag erhalten hat.

Quellen

Welche strukturellen und personellen Änderungen gab es beim Ganderkeseer Schützenbund von 1910 im Januar 2001?

Im Januar 2024 kam es beim Ganderkeseer Schützenbund von 1910 zu umfangreichen personellen Veränderungen: Nach 24 Jahren übergab Heino Brackhahn das Präsidentenamt an Marc Wessels, während Helmut Wachtendorf sein Amt als Schriftführer nach 36 Jahren niederlegte und durch Petra Witte ersetzt wurde. Darüber hinaus wurden Volker Bleydorn zum Vizepräsidenten, Corinna Lüschen zur ersten Schießmeisterin, Stellan Bleydorn zum dritten Schießmeister (Bestätigung) und Nicola Laukart zur Kassenprüferin gewählt. Heino Brackhahn und Helmut Wachtendorf wurden in Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste zu Ehrenpräsident bzw. Ehrenschriftführer ernannt.

Quellen

Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.

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