Verl. Zum zehnten Mal findet in dieser Woche die 3-Millionen-Euro-Woche der beliebten RTL-Quiz-Show „Wer wird Millionär“ statt. An vier Abenden versuchen die Kandidaten, sich für das große Finale zu qualifizieren und dort den Rekordgewinn von drei Millionen Euro abzusahnen. Mit dabei war auch ein Kandidat aus dem Kreis Gütersloh: der Verler Hausarzt Robin Schumacher testete sein Wissen vor großem TV-Publikum.
Als zweiter Kandidat des „Klugscheisser“-Abends schaffte es der 44-Jährige auf den begehrten Stuhl gegenüber von Kult-Moderator Günther Jauch. Und schon bevor die Fragerunde überhaupt losging, sammelte der gebürtige Kaunitzer schon ordentlich Sympathiepunkte – sowohl bei Jauch als auch beim Publikum.
Als der Moderator erfuhr, dass Robin Schumacher eine eigene Hausarzt-Praxis betreibt, nahm er an, sein Wartezimmer müsste aufgrund des allgegenwärtigen Hausärztemangels immer sehr voll sein. Schumacher schüttelte den Kopf und verriet: „Wir arbeiten alles immer zügig ab. Wenn sie einen Termin um zehn Uhr haben, dann finde ich, dass es gegenüber dem Patienten nicht zu verantworten ist, dass er erst um zwölf Uhr im Sprechzimmer sitzt.“ Dafür gab es mächtig Applaus.
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Mediziner übernimmt Hausarzt-Praxis im Kreis Gütersloh
Nach seinem Studium in Magdeburg hat der 44-Jährige erst in der Anästhesie des Klinikums Gütersloh als Intensivmediziner gearbeitet. Dort war er auch als Leitender Notarzt tätig.
Es folgten eine weitere Station am Gütersloher St.-Elisabeth-Hospital und schließlich die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner im Medicum Bielefeld-Brake. Anfang 2021 übernahm Robin Schumacher schließlich die Praxis von Gregor Han an der Sankt-Anna-Straße in Verl.
Mehr dazu: Verler Hausarzt findet einen Nachfolger für seine Praxis
Dr. Gregor Han (l.) geht nach 32 Jahren in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt Dr. Robin Schumacher. Der gebürtige Kaunitzer hat sich bewusst für eine Hausarztpraxis in Verl entschieden.
| © Karin Prignitz
Im Sommer erhält der Hausarzt den entscheidenden Anruf
Bei „Wer wird Millionär“ wollte der mittlerweile etablierte Allgemeinmediziner und zweifacher Familienvater jetzt sein Wissen vor einem Millionen-Publikum testen. Begleitet wurde er dabei von seinem langjährigen Kumpel Tobias. Beworben hatte sich Schumacher bereits vor drei Jahren, wie er im Gespräch mit der Neuen Westfälischen verrät. „Im vergangenen Sommer kam dann plötzlich der Anruf, ob ich noch Interesse hätte.“ Hatte er.
Robin Schumacher hatte sichtlich Spaß bei „Wer wird Millionär“. Für ihn galt: Hauptsache dabei sein.
| © RTL / Stefan Gregorowius (RTL+)
Vorbereitet habe er sich aber nicht besonders. Für den Tag der Aufzeichnung im November musste er seine Praxis einen Tag schließen – das war es dann aber auch schon. „Ich quizze generell gerne und wollte es einfach mal ausprobieren.“
Verler scheitert fast schon bei 1.000-Euro-Frage
Nachdem er die ersten fünf, zugegeben ziemlich leichten Fragen bis zur ersten Sicherungsstufe bei 500 Euro im TV-Studio souverän meisterte, war Schumachers erster TV-Auftritt bei der 1.000-Euro-Frage fast schon wieder vorbei. Auf die Frage, welcher der englischen Kurzformen sich von einem Vornamen mit einem anderen Anfangsbuchstaben ableitet, wählte der Verler „Bob“ – mit der Begründung der Name würde von William stammen.
Jauch zeigte sich irritiert und ließ Schumacher zappeln. Denn: Die Antwort stimmte zwar, die Begründung aber nicht. „Bob“ leitet sich von „Robert“ ab. „Man, haben Sie ein Schwein“, scherzte der Moderator.
Danach ging es souveräner weiter. Bier- und Schlager-Fragen lagen Robin Schumacher offensichtlich besser. Doch bei der 8.000-Euro-Frage geriet er schließlich ins Straucheln. Welche Bezeichnung geht auf den Briten Jackie Stewart zurück?, wollte Günther Jauch wissen.
Schumacher entschied sich relativ schnell für den „Blauen Reiter“, loggte die Antwort ein – und verzockte sich. Richtig gewesen wäre die Antwort „Grüne Hölle“, der berühmte Spitzname, den die Formel-1-Legende Jackie Stewart der Nürburgring Nordschleife gab.
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Ohne ihn geht’s nicht: „Wer wird Millionär“-Moderator Günther Jauch.
| © RTL / Stefan Gregorowius
Was macht der Hausarzt mit dem Gewinn?
Für Robin Schumacher bleiben am Ende 500 Euro. „Es ging mir nicht darum, das ganz große Geld zu gewinnen, aber ein bisschen mehr hätte es vielleicht sein können“, gibt er im Nachgang zu, „aber ich freue mich einfach, dabei gewesen zu sein.“
Auf seinen TV-Auftritt wurde er bereits schon mehrfach angesprochen – von Patienten, aber auch im Bekanntenkreis. „Als ich meinen Sohn von der Probe beim Musikverein abgeholt habe, haben mich 50 Leute ganz groß angeschaut“, sagt Schumacher und lacht. Was er mit den 500 Euro macht, steht deshalb schon fest: ein Pizza-Essen mit dem Jugendorchester.
Quiz: Spielen Sie hier die Original-Fragen aus der „Wer wird Millionär“-Folge nach


