13:21 Uhr | Ukraine wirft Russland erneut Angriffe auf Stromnetz vor
Dem ukrainischen Energieministerium zufolge haben russische Streitkräfte in der Nacht zum Sonntag erneut das Stromnetz des Landes angegriffen. Dabei sei vorübergehend die Stromversorgung in den südöstlichen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja unterbrochen worden. Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko sagte: „In dieser Woche gab es keinen einzigen Tag ohne Angriffe auf Energieanlagen und kritische Infrastruktur“. Insgesamt seien 44 Angriffe verzeichnet worden. Der vierte Kriegswinter könnte der bisher kälteste werden, da die Schäden am Netz die Versorger an ihre Grenzen bringen. Die Temperaturen, die bereits unter minus zwölf Grad Celsius liegen, sollen im Laufe der Woche auf minus 20 Grad fallen. (Quelle: Reuters)
13:05 Uhr | Mehr als 1.000 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach dem schweren russischen Angriff am Freitag mehr als 1.000 Wohngebäude weiterhin ohne Heizung. „Die Lage bei der Energieversorgung in der Hauptstadt bleibt sehr schwierig“, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Ein Raketenangriff hatte am Freitag bei starkem Frost praktisch die gesamte Stadt von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten. Zwar konnten die Behörden die Wasserversorgung wiederherstellen und die Strom- und Wärmeversorgung teilweise wiederaufnehmen, die Reparaturarbeiten dauern jedoch an. (Quelle: Reuters)
12:15 Uhr | Russland meldet Einnahme weiterer Ortschaft
Russische Truppen haben nach Angaben der Regierung in Moskau die Ortschaft Bilohirja in der südostukrainischen Region Saporischschja unter ihre Kontrolle gebracht. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, die russischen Einheiten hätten zudem gezielt ein ukrainisches Rüstungsunternehmen und Energieanlagen angegriffen. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben zum Kampfgeschehen ist nicht möglich. (Quelle: Reuters)
10:42 Uhr | Stromausfall in Region Saporischschja wieder behoben
Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben. Gegen 2 Uhr nachts sei die Versorgung zusammengebrochen. Dem örtlichen Energieversorger zufolge konnte am Morgen die Stromversorgung wiederhergestellt werden. Betroffen waren demnach 382.500 Familien sowie Firmen.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland in der Nacht 154 Kampfdrohnen gestartet. 125 seien abgefangen worden, es habe aber auch mehr als 20 Einschläge gegeben, räumte die Flugabwehr ein. Seit Kriegsbeginn vor mehr als vier Jahren attackiert Russland systematisch die Energieversorgung der Ukraine. Inzwischen ist das ukrainische Netz so geschwächt, dass die Stromversorgung in vielen Landstrichen beschränkt oder sogar ganz zusammengebrochen ist. (Quelle: dpa)
08:45 Uhr | Tote nach ukrainischem Drohnenangriff in Russland
In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben der Behörden an den Folgen eines nächtlichen ukrainischen Drohnenangriffs gestorben. Gouverneur Alexander Gussew teilte auf Telegram mit, die junge Frau sei in der Nacht auf der Intensivstation gestorben. Demnach erlitt sie Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer. Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.
Nach Angaben Gussews handelt es sich um einen „der schwersten Drohnenangriffe seit Beginn des Krieges. (Quelle: dpa)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern –10. Januar 2026
In Kiew ist die „Stromversorgung für alle Verbraucher“ nach Regierungsangaben wieder hergestellt worden. Zuvor war das Stromnetz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew für Reparaturarbeiten abgeschaltet worden. Wegen der russischen Angriffe am Freitag sind aber immer noch viele Haushalte ohne Heizwärme – und das bei Temperaturen von minus 10 Grad und kälter.
Nach russischen Angriffen auf Kiew kommt der UN-Sicherheitsrat am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zur Ukraine zusammen. „Russland hat mit seinen Angriffen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur in der Ukraine ein neues erschreckendes Ausmaß an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erreicht“, erklärte der ukrainische UN-Botschafter Andrij Jermak in einem Schreiben, in dem er um die Einberufung der Sitzung bittet.