Apple kehrt nach dem Flop von iOS 26 zu den Grundlagen zurück. Der nächste große Software-Release soll vor allem eines bringen: Stabilität. Das berichten mehrere Tech-Portale diese Woche übereinstimmend. Hintergrund sind historisch niedrige Nutzerakzeptanz und massive Performance-Probleme des aktuellen Systems.

Intern spricht Apple bei der Entwicklung von iOS 27 offenbar von einem „Snow Leopard“-Ansatz. Diese Bezeichnung ist Programm: Sie verweist auf das legendäre Update Mac OS X Snow Leopard, das 2009 auf neue Features verzichtete, um das System grundlegend zu optimieren. Genau dieser Weg soll nun für iOS eingeschlagen werden.

Laut Berichten von MacRumors und Bloomberg will der Konzern damit auf die „Aufblähung und Fehler“ in iOS 26 reagieren. Das aktuelle System führte mit „Liquid Glass“ ein radikales Redesign ein – auf Kosten der Performance. Nutzer klagten über Ruckler, Verzögerungen und einen hohen Ressourcenverbrauch. iOS 27, das voraussichtlich auf der WWDC im Juni 2026 vorgestellt wird, soll die Systemarchitektur grundlegend überarbeiten. Das Ziel: eine flüssige und zuverlässige Erfahrung, besonders auf älteren Geräten.

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Siri erhält „Weltwissen“ und mehr On-Device-Intelligenz

Neben der Stabilität steht die virtuelle Assistentin vor einem großen Sprung. Mehrere Quellen, darunter The Information, berichten von einer neuen „World Knowledge“-Funktion. Sie soll Siri ermöglichen, allgemeine Suchanfragen mit ungekannter Tiefe zu beantworten – nicht nur mit Web‑Links, sondern mit synthetisierten, konversationellen Antworten.

Zudem wird die Integration von Apple Intelligence vertieft. Ein neues Framework soll mehr KI‑Aufgaben lokal auf dem Gerät verarbeiten. Das adressiert Datenschutzbedenken und macht die Assistentin schneller. Sie könnte so komplexe, mehrstufige Aufgaben innerhalb von Apps übernehmen.

Feintuning für das umstrittene „Liquid Glass“-Design

Der Stabilitäts‑Fokus ist eine direkte Reaktion auf die schwache Adoption von iOS 26. Daten des Analysehauses StatCounter vom 8. Januar 2026 zeigen ein klares Bild: Nur 15 bis 18 Prozent der aktiven Geräte nutzen das neue Betriebssystem. Zum Vergleich: iOS 18 war im gleichen Zeitraum nach dem Launch 2025 bereits auf fast 63 Prozent der Geräte.

Das „Liquid Glass“-Design mit transparenten Schichten und Unschärfe‑Effekten wurde für schlechte Lesbarkeit und hohen Akkuverbrauch kritisiert. Anstatt es komplett zu streichen, will Apple es in iOS 27 wohl modularer und anpassbarer gestalten. Die visuelle Modernität soll mit der nötigen Performance und Nutzerfreundlichkeit versöhnt werden.

Grundlage für das erwartete „iPhone Fold“

Das Update bereitet auch den Weg für Apples nächste Hardware‑Innovation. Berichte deuten darauf hin, dass iOS 27 spezielle Optimierungen für ein faltbares „iPhone Fold“ enthalten wird, das im September 2026 erscheinen könnte.

Die Software soll iPad‑ähnliche Multitasking‑Fähigkeiten für den kleineren faltbaren Bildschirm bringen. Dazu gehören ein neues Fenster‑System und ein „Split‑View“-Modus, der beim Aufklappen aktiv wird. Code in frühen Builds weist zudem auf verbesserte „Continuity“-Features hin, die einen nahtlosen Übergang zwischen zugeklapptem und aufgeklapptem Zustand ermöglichen.

Ein notwendiger Kurswechsel für Apple

Der strategische Schwenk zu Stabilität folgt einem zyklischen Muster bei Apple. Nach dem holprigen iOS 11 konzentrierte sich iOS 12 auf Geschwindigkeit. Nun soll iOS 27 die Plattform nach den ambitionierten, aber gescheiterten Experimenten von iOS 26 konsolidieren.

Die niedrige Akzeptanzrate ist ein Weckruf für Cupertino. Die Nutzer haben mit ihrem Update‑Verhalten abgestimmt und bleiben lieber beim stabilen iOS 18.7. Der Erfolg von iOS 27 wird nicht von neuen Spielereien abhängen, sondern davon, ob Apple das Vertrauen in seine Software zurückgewinnen kann. Die Branche beobachtet gespannt, ob der Konzern diese Kurskorrektur vor dem Start der nächsten Hardware‑Generation erfolgreich umsetzt.

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