11.01.2026, 19:2311.01.2026, 19:23

Ein französischer Rettungshelikopter im Alpenraum. (Symbolbild)Bild: AP
Zwei Skifahrer sind am Sonntag bei zwei verschiedenen Lawinen in den savoyischen Skigebieten Courchevel und La Plagne ums Leben gekommen. Am Samstag waren bereits drei Skifahrer in den französischen Alpen ums Leben gekommen. Nur verletzt wurden hingegen Skifahrer nach Lawinenniedergängen in Tirol und Vorarlberg.
Im französischen La Plagne wurde laut einer Mitteilung des Skigebiets am frühen Nachmittag ein etwa 50-jähriger britischer Skifahrer unter einer Schneelawine verschüttet. Insgesamt waren 52 Rettungskräfte, Lawinenhunde und ein Helikopter im Einsatz. Es dauerte 50 Minuten, bis er unter 2,5 Metern Schnee nur noch tot gefunden werden konnte.
In Courchevel wurde am späten Sonntagvormittag ebenfalls ein unter einer weiteren Lawine verschütteter Skifahrer tot aufgefunden, wie das Skigebiet ohne weitere Details mitteilte.
Am Samstag kamen bereits zwei französische Skifahrer, die abseits der Piste unterwegs waren, in Val-d’Isère in Savoyen in einer Lawine ums Leben, wie das Fremdenverkehrsamt des Skigebiets mitteilte. Sie waren nicht mit Lawinenverschüttetensuchgeräten ausgestattet und konnten nur dank ihrer Mobiltelefone geortet werden.
In Arêches-Beaufort wurden am Samstagnachmittag zwei weitere Personen von einer Lawine mitgerissen. Einer erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde ins Spital eingeliefert. Der andere überlebte trotz der Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte nicht.
Grosse Lawinengefahr auch in Tirol und Vorarlberg
In Tirol haben sich am Sonntag mehrere Lawinenabgänge ereignet. Eine Skitourengängerin wurde am Weerberg nordseitig unterhalb des Wetterkreuzes von einer Lawine erfasst und verschüttet. Sie wurde ohne Suchgerät in kritischem Zustand gefunden.
Bei zwei weiteren Lawinenereignissen in St. Anton am Arlberg gab es zwei Leichtverletzte. Im Bereich der Rofanspitze im Bezirk Kufstein wurde ebenfalls ein Wintersportler von einer Lawine verschüttet. Er überstand den Lawinenabgang aber unverletzt.
Ebenfalls grosses Glück hatte ein 17-jähriger Deutscher in Jochberg im Bezirk Kitzbühel. Der Skifahrer löste laut Polizei im freien Gelände ein Schneebrett aus, entkam diesem aber. Daraufhin querte er einen 40 Grad steilen Osthang und oberhalb von ihm löste sich erneut ein Schneebrett. Der Wintersportler wurde erfasst, konnte jedoch den Airbag seines Rucksacks auslösen und kam an der Oberfläche der Schneemassen zum Stillstand. Er blieb unverletzt. (sda/afp)