
Stand: 11.01.2026 19:34 Uhr
Für große Teile Niedersachsens gilt ab Montag eine Unwetterwarnung wegen Glatteis. Seit Tagen hält das Winterwetter das Bundesland fest im Griff. Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr halten an.
Bereits in der Nacht zu Montag kann es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu Glatteis kommen. Es gilt eine Unwetterwarnung für Niedersachsen – ausgenommen ist vorerst nur der äußerste Nordosten des Bundeslandes. Es herrsche „hohe Glättegefahr“, heißt es auf der Webseite des DWD. Fahrten sollten vermieden werden. Ursächlich für das Glatteis ist laut Meteorologe Stefan Laps Tief „Gunda“, das auf Sturmtief „Elli“ folgt. Denn: Das Tief bringe eine Warmfront nach Niedersachsen, die voraussichtlich erst mit Schnee, dann mit gefrierendem Regen und einer daraus resultierenden Glatteisgefahr einhergehe.
Berufsverkehr zwischen Weser und Elbe gefährdet
Meteorologe Laps macht im Gespräch mit dem NDR Niedersachsen klar: Die Menschen sollten morgen erneut „sehr vorsichtig unterwegs sein“. Am Morgen sei insbesondere der Berufsverkehr zwischen Weser und Elbe „gefährdet“, warnt er weiter. Gegen Nachmittag und Abend ziehen dem Meteorologen zufolge die Wolken über das Wendland ab.
Schulen bleiben morgen zu
Alle Landkreise und Städte in Niedersachsen haben angekündigt, dass am Montag der Unterricht witterungsbedingt ausfällt. Insbesondere an den berufsbildenden Schulen gibt es Distanzunterricht. Auch am Freitag hatten sich alle dazu entschieden, den Präsenzunterricht ausfallen zu lassen, weil sie die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg nicht gewährleistet sahen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glatteis. Der Präsenzunterricht entfällt morgen landesweit – mit einer Ausnahme.
Fernverkehr der Deutschen Bahn läuft wieder an
Nachdem der Fernverkehr der Deutschen Bahn am Freitag und Samstag im Norden fast vollständig zum Erliegen kam, ist er Sonntagvormittag wieder angelaufen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Allerdings könne es weiter zu Ausfällen kommen. Auch im Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen kommt es nach Angaben der Bahn aufgrund der aktuellen Witterung voraussichtlich noch bis morgen zu Verspätungen und Teilausfällen.

Die Folgen von Sturmtief „Elli“ waren im Nahverkehr in Niedersachsen auch Sonntag spürbar. Nun droht eine neue Wetterlage.

Am schlimmsten soll es in Niedersachsen werden. Dort fällt der Präsenzunterricht landesweit aus. Auch die Bahn kämpft weiter mit dem Winter.
Fast alle Ostfriesischen Inseln wieder erreichbar – mit Einschränkungen
Wer auf die Ostfriesischen Inseln möchte oder von einer Insel zurück auf das Festland, hat mittlerweile wieder gute Chancen, dass Fähren fahren. Unter anderem die Reederei Norden-Frisia hat ihren Verkehr nach eigenen Angaben teilweise wieder aufgenommen. Zwischen Juist und dem Festland und auch nach Wangerooge fielen die Verbindungen am Sonntag allerdings wieder aus, weil die Wasserstände zu niedrig waren und es zu viel Eis gab.

Grund dafür ist ein zu geringer Wasserstand und zu viel Eis im Hafen. Auch Elbfähre „Tanja“ fährt vorübergehend nicht.
Beste Wintersportbedingungen in den Mittelgebirgen
Wintersportfans haben im Harz die freie Auswahl. Skifahren geht mittlerweile fast überall, die meisten Anlagen sind geöffnet. Auch Rodeln und Skilanglauf sind möglich. Vor allem im Oberharz sind viele Loipen geöffnet. Wintersport ist dieser Tage auch im Weserbergland möglich. So haben in Springe am Deister Lifte für den Skibetrieb geöffnet. Im Solling gibt es Rodelspaß in Neuhaus und in Silberborn.

Skifahren geht inzwischen fast überall im Harz. Nur wenige Lifte oder Pisten sind geschlossen.

Im Skigebiet am Deister startet damit der alpine Skibetrieb. Auch Skilanglauf und Rodeln abseits der Pisten ist möglich.
Schnee und Frost positiv für die Landwirtschaft
Die Landwirte machen sich wegen der Minusgrade keine Sorgen um Wintersaat oder Böden. Im Gegenteil: Der Frost löst im Erdreich einen Prozess aus, der dazu führt, dass die Böden aufgelockert werden und mehr Luft, Wasser und Nährstoffe speichern können. Diese Frostgare erleichtert dann die Aussaat im Frühjahr.

Die diesjährige Ernte könnte laut dem Landvolk Niedersachsen profitieren. Ein Grund dafür ist die sogenannte Frostgare.

Der Fern- und Regionalverkehr bleibt eingeschränkt. Am Montag droht Glatteis, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.

In Hannover sind zwei Stadtbahnen entgleist. Die Lage auf den Straßen in Niedersachsen ist wegen des Sturms angespannt.

Die Schulen in Niedersachsen bleiben am Freitag geschlossen. Im Regional- und Fernverkehr sind Zugausfälle angekündigt.