„Vielfalt Leben, Gemeinschaft erleben“ – unter dieses Motto hatte der ASV Wuppertal am Sonntag seinen traditionellen Neujahrsempfang gestellt. Neben Gästen aus anderen Vereinen war das Publikum, das sich in der fein herausgeputzten Trainingshalle der ASV-Boxabteilung in der Sedanstraße zum Meinungsaustausch zusammengefunden hatte, auch was Verwaltung und Politik angeht hochkarätig besetzt. „Man hat mir in meinem Büro gesagt, ,wenn du da nicht hingehst, wirst du gesteinigt“, meinte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (begleitet unter anderem von Stadtdirektor Matthias Nocke, Wirtschaftsdezernentin Sandra Zeh und Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski) launig in ihrem Grußwort und versicherte, „für mich als OB ist es wichtig, die Vereine zu stärken. Zumindest für dieses und das nächste Jahr versprach sie denen, trotz knapper Kassen weiter Sportstätten kostenlos nutzen zu dürfen und dankte für den großen Beitrag zum Thema Integration, den die Vereine leisten würden. Wie wichtig das Thema sei, verdeutlichte sie mit zwei Zahlen: „45 Prozent der Menschen in Wuppertal haben einen Migrationshintergrund, 25 Prozent besitzen keinen deutschen Pass.“ Aufgabe der Politik sei es, die soziale Sicherheit zu gewährleisten und den Menschen eine Perspektive zu geben. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh berichtete und mahnte zugleich, dass der selbstverständliche Ansatz der Vielfalt derzeit im politischen Berlin nicht selbstverständlich in den Diskussionen sei und es auch im Leistungssport Rassismus gebe.