– Nach Sturmtief Elli warnt der Deutsche Wetterdienst nun vor gefrierendem Regen und Glatteis zu Beginn der kommenden Woche. Eine Schule im Nürnberger Land bleibt geschlossen.

Nachdem Sturmtief Elli in den vergangenen Tagen in weiten Teilen Deutschlands für zugeschneite Straßen, Unterrichts- und Zugausfälle sowie zahlreiche Verkehrsunfälle gesorgt hat, droht bereits die nächste Unwetterlage. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt zu Beginn der kommenden Woche in weiten Teilen Bayerns und Frankens vor gefrierendem Regen und Glatteis.

Zunächst sorgt ein Zwischenhoch am Sonntag für eine kurze Wetterberuhigung. In der Nacht zum Montag zieht von Westen eine Warmfront heran. Am Montagmorgen setzt nach Angaben des DWD dann Niederschlag ein. Auch der Wetterochs rechnet in weiten Teilen Frankens und Bayerns mit Niederschlägen.

Zunächst fällt der Niederschlag als Schnee, geht im Laufe des Tages jedoch in Regen über. Während die Temperaturen am Nachmittag über die Nullgradgrenze steigen, trifft der Regen auf weiterhin stark unterkühlte Böden und gefriert sofort. Es besteht verbreitet Glatteisgefahr. Der DWD warnt vor verbreiteter Glatteisgefahr und spricht von „erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen“. Besonders durch plötzlich einsetzenden gefrierenden Regen bestehe Gefahr für Leib und Leben. Die amtliche Unwetterwarnung gilt bis Dienstag, den 13. Januar, um 0:00 Uhr.

Schule im Nürnberger Land vorübergehend geschlossen

Die Unwetterlage wirkt sich auch auf den Schulbetrieb aus. Wie das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus mitteilt, muss der Präsenzunterricht an der Grundschule Heuchling in Lauf an der Pegnitz (Nürnberger Land) aufgrund einer defekten Heizungsanlage von Montag, 12. Januar, bis mindestens Mittwoch, 14. Januar 2026, ausgesetzt werden. Die Eltern werden über das System „Elternnachricht“ laufend informiert. Für betroffene Familien ist eine Notbetreuung an der benachbarten Kunigundenschule eingerichtet. Alle Schülerinnen und Schüler werden zudem mit Unterrichtsmaterialien versorgt.

ADAC warnt: Autofahren möglichst vermeiden

Angesichts der Glättewarnung rät der ADAC, auf unnötige Autofahrten möglichst zu verzichten. Gerade bei Blitzeis sollte man das Auto lieber stehen lassen. Wer dennoch unterwegs sei, müsse besonders vorsichtig fahren, die Geschwindigkeit anpassen und ausreichend Abstand halten.

Besonders groß ist die Blitzeisgefahr laut ADAC in Wäldern, auf Brücken oder an anderen schattigen Orten, wo die Straße bei frostigen Temperaturen stark abkühlen kann. Das Tückische sei, dass die Eisschicht plötzlich auftrete und kaum zu erkennen sei.

Mehrere Verletzte nach Glätteunfällen

Die Warnungen kommen nicht unbegründet. Bereits in den vergangenen Tagen kam es durch Schnee und Glätte zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Allein der Wintersturm Elli führte in Bayern zu mehreren Dutzend Unfällen auf glatten Straßen. In Mittelfranken fuhr eine 30-Jährige bei Schneematsch gegen einen Baum und wurde leicht verletzt. Ein 19-Jähriger rutschte im Landkreis Ansbach in den Gegenverkehr und fuhr gegen ein Schneeräumfahrzeug. Im oberfränkischen Coburg rutschte eine Fahrerin in den Straßengraben und ihr Auto musste mit einem Kran geborgen werden. In Hof kam eine 76-Jährige mit ihrem Auto der Polizei zufolge von der glatten Straße ab, durchbrach einen Zaun und krachte an eine Hauswand. Die Fahrerin blieb zum Glück unverletzt.

Wintertief „Elli“: Unfälle und geschlossene Schulen in der Region - nächste Kaltfront im Anmarsch

Vorsicht ist derzeit jedoch nicht nur auf den Straßen geboten. Nach den Schneefällen am Wochenende ist auch die Lawinengefahr in den Alpen deutlich gestiegen. Von Bayern und Österreich bis nach Frankreich gelten teils hohe Warnstufen. Bereits drei Skifahrer kamen ums Leben. Oberhalb der Waldgrenze herrscht aktuell große Lawinengefahr (Warnstufe 4 von 5), darunter gilt die Gefahr als erheblich (Warnstufe 3 von 5).