
Die Baskets Bonn haben ein defensiv geprägtes BBL-Spiel in München knapp verloren. Die Entscheidung fiel in der Schlussminute.
Die Baskets Bonn unterlagen am 15. Spieltag der Basketball-Bundesliga bei Spitzenreiter Bayern München knapp mit 63:66 (12:15, 12:18, 15:13, 24:20) und fielen damit auf den sechsten Platz in der Tabelle zurück. Dieser würde bei 18:14 Punkten jedoch zum Erreichen des Viertelfinales der Playoffs reichen. Allerdings haben die Bonner zwei Spiele mehr als Verfolger Ludwigsburg absolviert.
Dreierquote auf beiden Seiten unterirdisch
Die Baskets erwischten nicht wie bei ihrem Jubiläumsspiel gegen München kurz vor Weihnachten einen katastrophalen Start. Dort hatten sie bereits nach dem ersten Viertel mit 14 Punkten hinten gelegen. Im erneuten Aufeinandertreffen gestaltete sich die Partie dieses Mal enger – vor allem, weil beide Offensiven ihre Dreier nicht richtig treffen wollten. Der Spitzenreiter aus München setzte sich durch einige Korbleger etwas ab. Doch die Bonner kämpften sich in die Partie und verkürzten zum Ende des Viertels noch auf 12:15.
Der zweite Abschnitt startete wie der erste endete: mit einem engen Spielverlauf und Punkten auf beiden Seiten, aber ohne Glanz. Die Dreierquote blieb bis zur Halbzeitpause schwach – die Gäste aus Bonn trafen nur einen von 13 Versuchen, bei München war die Quote mit einem aus zwölf Würfen nur unwesentlich besser. Allerdings erlaubten sich die Baskets zudem einen kleinen punktlosen Lauf Mitte des Viertels, sodass München bis zur Pause auf 33:24 davon zog.
Bonn bleibt auf Tuchfühlung
Die zweite Halbzeit startete mit einem Kuriosum: Aufgrund eines technischen Fouls gegen Bonn unmittelbar vor der Halbzeitpause durfte Andreas Obst zum Freiwurf antreten, den er vergab. Erst danach startete der zweite Durchgang, aber das Spiel blieb wenig hochklassig. Die Baskets nutzten immerhin mehrere schnelle Gegenzüge, um sich auf drei Zähler heranzukämpfen.
So gut die Bonner Defensive arbeitete, so schlecht machte es die Offensive. Immer wieder vergaben die Baskets ihre Wurfversuche, sodass die Münchner ihre Führung trotz eigener schwacher Offensive halten konnten. Vor allem die Dreier fielen bei beiden Teams nicht: München stand bei fünf Prozent, Bonn bei sechs. Mit 39:46 gingen die Bonner in den Schlussabschnitt.
Ein Krimi – mit dem besseren Ende für München
Auch das letzte Viertel blieb eher ein Feinschmeckerfest für defensiven Basketball – beide Teams zwangen ihren Kontrahenten zu Fehlwürfen und Ballverlusten. Die Partie würde über Fouls, Freiwürfe und Rebounds entschieden – bis plötzlich die Dreier auf beiden Seiten fielen: Joel Aminu, auf der Gegenseite Andreas Obst und erneut Aminu rissen das Publikum plötzlich mit.
Rund zwei Minuten vor dem Ende glich Bonn aus und es deutete sich ein Krimi an. Ausgerechnet der eher schwache Xavier Rathan-Mayes brachte Bayern mit einem weiten Dreier wieder in Führung und sorgte für den Endstand.
Unsere Quellen:
- Spiel der BBL Bayern München gegen Baskets Bonn bei „Dyn“