Washington / Teheran – US-Präsident Donald Trump (79) hat den Mullahs in den letzten Tagen immer wieder gedroht: Sterben durch Angriffe des Regimes Demonstranten im Iran, werden die USA „sehr hart durchgreifen“. Am Dienstag trifft sich Trump laut Medienberichten mit hochrangigen Sicherheitsbeamten für ein umfassendes Briefing über die Situation im Iran und eine Beratung des weiteren Vorgehens.
Trump: Mullahs haben rote Linie überschritten
Nach Berichten über das brutale Vorgehen der Mullahs gegen die Demonstranten sagte der US-Präsident vor Journalisten an Bord der Air Force One: „Das Militär prüft die Lage, und wir erwägen einige sehr drastische Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen.“ Auf die Frage, ob die Führung in Teheran die von ihm zuvor genannte rote Linie – die Tötung von Demonstranten – überschritten habe, sagte er: „Es sieht so aus, als würden sie damit beginnen.“
Mehrere Insider, die mit den Einzelheiten der in den letzten Tagen geführten Gespräche vertraut sind, sagten „Jerusalem Post“ kurz vor dem Trump-Statement: „Trump hat im Wesentlichen beschlossen, den Demonstranten im Iran zu helfen. Was er noch nicht entschieden hat, ist das Wie und das Wann.“
Welche Optionen für eine Reaktion der USA liegen auf dem Tisch?
So könnten die USA gegen den Iran vorgehen
Die Quellen erklären weiter: „Das Spektrum reicht von einer militärischen Option, also Schlägen gegen Ziele des Regimes, über Cyber-Unterstützung (…) bis hin zur Bereitstellung von Starlink-Systemen, um den Demonstranten zu helfen.“ Trump erwägt demnach auch neue Sanktionen gegen Vertreter des Regimes oder gegen Sektoren der iranischen Wirtschaft wie den Energie- oder Bankensektor.
Laut CNN wägt die Trump-Regierung ihre Möglichkeiten vorsichtig ab. Es bestünden „Bedenken, dass Militärschläge kontraproduktiv wirken und die Proteste untergraben könnten“. Was damit gemeint ist? Zum Beispiel, „dass der Iran selbst mit militärischer Gewalt Vergeltung übt“. Der iranische Parlamentspräsident hat bereits gewarnt: Greifen die USA militärisch in die Unruhen ein, werde Teheran US-Militär- und Handelsstützpunkte als Ziele für Vergeltungsmaßnahmen ins Visier nehmen.
Trump-Regierung sieht noch keinen Zusammenbruch des Regimes
Aktuell, so schreibt die „Jerusalem Post“, glaubt die Regierung von Donald Trump nicht, dass das iranische Regime kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Was man allerdings sehe: „Probleme und Risse, die vor einer Woche noch nicht existierten“, so eine der Quellen.
▶︎ Im Iran eskaliert das Vorgehen des Mullah-Regimes gegen regierungskritische Demonstrationen offenbar dramatisch. Laut Menschenrechtsaktivisten sind in den vergangenen zwei Wochen mehrere Hundert Menschen getötet worden. Unabhängig überprüfen lässt sich die Zahl nicht. Das Regime hat Internet und Telefonverbindungen im Land weitgehend gekappt.