Mehrere Lawinen in Skigebieten von Frankreich und Österreich haben am Wochenende sieben
Menschen getötet. Die Skifahrer wurden abseits der Pisten von den Schneemassen
verschüttet. Drei von ihnen starben am Samstag. Am Sonntag wurden vier weitere
Tote gemeldet.

In La Plagne in
den französischen Alpen starb den Angaben zufolge ein Brite, als er abseits der
Piste von einer Lawine erfasst wurde. Mehr als 50 Einsatzkräfte waren an der
Suche nach dem Mann beteiligt. Retter fanden den Mann zwar nach fast einer
Stunde, konnten ihn jedoch nicht mehr wiederbeleben. Auch im nahe gelegenen Ort Courchevel,
ebenfalls in den Savoyen, kam für einen verschütteten Skifahrer jede Hilfe zu
spät.

Im Gebiet von Vallorcine,
nahe der Grenze zur Schweiz, geriet außerdem ein 32-Jähriger in eine Lawine, wie
Medien unter Berufung auf die Gebirgsgendarmerie berichteten. Der Mann sei
abseits der Pisten unterwegs gewesen. Die Lawine habe ihn gegen einen Baum
geschleudert und tödlich verletzt.

Die regionale
Tageszeitung Le Dauphiné Libéré berichtete zudem von mehreren verletzten
Skifahrern und Snowboardern in den Orten Tignes und Orelle. 

Drei Lawinentote bereits am Samstag

Die Savoyen waren
am Sonntag von einer Reihe von Lawinen betroffen. Bis zum Mittag seien die
Rettungsdienste bereits bei sechs Lawinenabgängen auf verschiedenen
Bergmassiven im Einsatz gewesen, berichtete die örtliche Präfektin Vanina Nicoli
auf ihrer Facebook-Seite. Die Lawinengefahr sei auch in den kommenden Tagen in
allen Berggruppen hoch, warnte Nicoli. Sie riet dringend von Fahrten abseits
der Pisten ab.

© Lea Dohle

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Bereits am
Samstag waren in Val-d’Isère zwei Skifahrer außerhalb der Piste verschüttet
worden. Die beiden Männer konnten nur noch tot geborgen werden, wie die
örtliche Tourismusbehörde mitteilte.

Bei einem
weiteren Lawinenabgang im rund 60 Kilometer entfernten Arêches-Beaufort wurden nach
Behördenangaben zwei weitere Skifahrer abseits der Piste verschüttet. Einer habe
nicht wiederbelebt werden können, ein weiterer sei mit schweren
Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Deutsche überleben Schneebrett in Österreich

Österreich war am Wochenende ebenfalls von mehreren Lawinen betroffen. Dort gab es eine Tote und mehrere Verletzte.
Im Bundesland Tirol rissen Schneemassen am Sonntag eine 58 Jahre alte Frau in Weerberg mit,
wie die Polizei mitteilte. Retter konnten die Österreicherin den Angaben
zufolge zwar aus den Schneemassen befreien. Die Frau starb jedoch später in einer
Klinik.

Zwei deutsche
Wintersportler, die in Zürs am Arlberg auf einem Steilhang von einem
Schneebrett erfasst wurden, kamen mit Verletzungen davon. Nach Angaben der
Polizei wurden die Männer im Alter von 60 und 55 Jahren in Kliniken geflogen.
In der Nähe von Kitzbühel löste ein 17-jähriger Deutscher eine etwa 350 Meter
lange und 120 Meter breite Lawine aus, wie die Polizei berichtete. Dank
eines Lawinenairbags überlebte er unverletzt.

Behörden warnen vor weiterer Lawinengefahr

Wegen der
anhaltenden Lawinengefahr in weiten Teilen der französischen Alpen haben die
Behörden auch für Montag und Dienstag eine Warnung an Skifahrer herausgegeben.
Auch für den Westen Tirols und im Bundesland Vorarlberg bleibt die Lawinengefahr
zum Wochenbeginn hoch, heißt es in den neuesten Lagebewertungen. In den
Allgäuer Alpen in Bayern und in der Schweiz stuften die Behörden das Risiko von
hoch auf erheblich zurück.

Lawinen
entstehen, wenn instabile Schneeschichten an steilen Hängen brechen und dann
mit hoher Geschwindigkeit talwärts stürzen. Selbst vergleichsweise geringe
Schneemengen stellen eine Gefahr dar, wenn ein festes Schneebrett auf einer
schwachen, schlecht verfestigten Schicht liegt. Bereits kleine Zusatzbelastungen,
etwa durch Wintersportler oder frischen Neuschnee, können dann nach Angaben des
Deutschen Alpenvereins die gesamte Struktur ins Rutschen bringen. 

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