Spielabsagen in der Bundesliga sind rar geworden in den vergangenen Dekaden. Wenn es dann doch einmal dazu kommt, wie es jetzt im Fall des FC St. Pauli mit der Partie gegen RB Leipzig der Fall gewesen ist, bringt das naturgemäß so allerhand an Folgeerscheinungen mit sich. Noch sind nicht alle in klare Grenzen zu packen.
Etwa das Thema Nachholtermin, wobei sich zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit ergibt. In der letzten Januar-Woche hätten sowohl der Kiezklub (erwartet zuvor den HSV zum Derby bereits am Freitagabend und spielt am 31. Januar in Augsburg) als auch RB (gastiert am Samstag in Heidenheim und empfängt eine Woche später Mainz) Verfügbarkeiten. Entweder am Dienstag, den 27., oder tags darauf. Besagter 28. Januar ist auch das Datum, an dem der letzte Champions-League-Spieltag angesetzt ist. Sämtliche Begegnungen werden um 21 Uhr angepfiffen. Um eine Kollision zu vermeiden, wäre ein Beginn am Millerntor um 18.30 Uhr denkbar. Entschieden ist aber noch nichts.
St. Pauli verteidigt Platz 16 ohne eigenes Zutun
Anders sieht dies mit den übrigen Spielen des 16. Bundesliga-Spieltags aus. Die Ergebnisse hätten den Druck auf die Braun-Weißen massiv erhöhen können, und so sah es am Samstag dann auch zwischenzeitlich aus. Mainz hatte 2:0 in Berlin geführt, Heidenheim zweimal gegen Köln, der HSV in Freiburg. Am Ende aber lief es vergleichsweise gut für St. Pauli, weil Mainz und Heidenheim nicht über ein Remis hinauskamen und der Stadtrivale gar noch verlor.
Kiezklub-Konkurrenz lässt sämtlich Federn
So verteidigte man ohne eigenes Zutun den Relegationsrang – und kam dem rettenden 15. Tabellenplatz am Sonntag gefühlt sogar noch einen kleinen Schritt näher. Denn der dort rangierende FC Augsburg kam bei Borussia Mönchengladbach mit 0:4 unter die Räder, hat zwar weiterhin zwei Punkte Vorsprung, aber mittlerweile das schlechtere Torverhältnis (minus 15 gegenüber St. Paulis minus 13). Und der nächste Gegner Wolfsburg wurde in München legendär filetiert, verlor mit 1:8 (!!!) und ist ebenfalls nicht nur punktetechnisch in Reichweite.
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Was das Personal angeht, wird sich beim Kiezklub voraussichtlich nichts entscheidend verändern bis in zwei Wochen. Für Andréas Hountondji und David Nemeth würde ein Spiel Ende Januar immer noch viel zu früh kommen, einzig die Chance auf einen eventuellen neuen Stürmer steigt mit jedem weiteren Tag. Leipzig hätte am Samstag auf Top-Stürmer Yan Diomande verzichten müssen, weil der beim Afrika-Cup für die Elfenbeinküste aktiv ist – beziehungsweise war. Im Viertelfinale ereilte den Titelverteidiger das Aus gegen Ägypten, sodass der 19-Jährige für eine Ansetzung in gut zwei Wochen in jedem Fall zur Verfügung stünde.
