09:18 Uhr“Historisch beispiellos“

Der Dax startet nur gering verändert in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.250 Punkten, nachdem er am Freitag erst mit 25.282 Zählern ein Allzeithoch markiert und dann mit 25.262 Punkten geschlossen hatte. Der Dax hat an allen Handelstagen des noch jungen Börsenjahres Gewinne eingefahren.

„Die Aktienmärkte bleiben relativ gelassen, in Asien klettern die Kurse, der S&P-Future deutet allerdings auf eine schwächere Eröffnung der Wall Street hin“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf und verweist auf Klagedrohungen der US-Regierung in Richtung Fed-Chef Jerome Powell. Das sei „historisch beispiellos“, so Marggraf weiter. „Der Dollar reagiert darauf und fällt. Dagegen wird Gold als vermeintlich sicherer Hafen von den Investoren gesucht.“

08:59 UhrAnleger sind heiß auf Gold 

Der Goldpreis klettert auf ein frisches Allzeithoch. Anleger flüchten angesichts der zunehmenden geopolitischen Unsicherheit und der Ermittlungen gegen US-Notenbankchef Jerome Powell in als sicher geltende Anlagen. In der Spitze kostet die Feinunze erstmals mehr als 4600 Dollar. Zuletzt notiert Gold mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent bei 4579 Dollar.

„Die Ereignisse im Iran und eine mögliche Verwicklung der USA sowie die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Fed-Chef haben die US-Futures ins Minus gedreht“, sagt Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade. „Das war grünes Licht für einen Gold-Anstieg.“ Auch andere Edelmetalle legen zu. Der Preis für Silber steigt um 5,4 Prozent auf 83,26 Dollar je Feinunze, nachdem er zuvor mit 84,58 Dollar ebenfalls einen Rekordwert erreicht hatte. „Wenn die Lage so bleibt, dürfte der Silberpreis bald in Richtung 90 Dollar je Unze steigen“, sagt Soni Kumari, Rohstoffstrategin bei der ANZ Bank. Platin verteuert sich um 3,5 Prozent auf 2351 Dollar, Palladium gewinnt 2,8 Prozent auf 1865 Dollar.

08:39 UhrÖlpreise legen zu

Am Rohstoffmarkt legen die Ölpreise zunächst weiter zu. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,3 Prozent auf 63,50 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,3 Prozent fester bei 59,28 Dollar. Gestützt werden die Preise von den Unruhen im Iran.

08:20 UhrAnleger reiten KI-Chip-Welle

Einen freundlichen Start in die neue Woche erleben die Aktienmärkte in Ostasien. Für Kauflaune sorgt eine gute Vorgabe der Wall Street vom Freitag. In Tokio ruht der Handel wegen eines nationalen Feiertags. In Seoul legt der Kospi um 0,8 Prozent zu und ist damit auf dem Weg zu einem erneuten Allzeithoch. In Shanghai geht es um 0,7 Prozent nach oben, in Hongkong um 0,9 Prozent. Der Aktienhandel in Sydney ist bereits beendet, dort stand am Ende des Handels ein Plus von 0,5 Prozent.

Zu den Favoriten gehören wie bereits in der jüngsten Vergangenheit Technologieaktien mit der intakten KI-Fantasie und der hohen Nachfrage nach Chips. Zuletzt untermauerten dies am Freitag starke Zahlen von TSMC. Im Chipsektor verbessern sich TSMC in Taipeh um 1,2 Prozent, in Seoul legen SK Hynix um 0,5 Prozent zu.

Allenfalls leicht bremsend wirkt dabei, dass die Futures auf die US-Aktienindizes deutlich im Minus liegen und auf einen schwächeren Start an der Wall Street hindeuten. Hintergrund ist, dass die US-Regierung eine erneute Attacke auf die Unabhängigkeit der Notenbank reitet. Die US-Notenbank hat nach Angaben ihres Chefs Jerome Powell eine Vorladung vom US-Justizministerium erhalten. Dabei gehe es um den 2,5 Milliarden Dollar teuren Umbau der Fed-Zentrale in Washington, was Powell allerdings als Vorwand bezeichnet hat. Tatsächlich gehe es darum, den Druck auf ihn zu erhöhen, die Zinsen zu senken.

08:03 UhrDax „massiv überkauft“

Mit einem wenig veränderten Wochenstart an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler. Der Dax wird vorbörslich ein paar Punkte niedriger mit 25.240 Punkten errechnet. „Nach fast 1.500 Punkten Plus in der jüngsten Aufwärtswelle wäre ein Konsolidierungstag nichts Ungewöhnliches“, so ein Händler. Aus technischer Sicht sei der Dax mittlerweile „massiv überkauft“, sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

Vom Umfeld kommen wenig Impulse: Der Bund-Future tritt auf der Stelle und auch die Ölpreise bewegen sich trotz der angespannten Situation im Iran nur wenig. In Asien ziehen die Kurse überwiegend an, in Tokio bleibt die Börse allerdings wegen eines Feiertags geschlossen. Die US-Index-Futures geben dagegen nach und die Gewinne vom Freitag wieder ab.

Der Euro zieht etwas an, profitiert mit seinem Plus von knapp 0,3 Prozent aber nur wenig von dem Streit zwischen der US-Regierung und der US-Notenbank. Die US-Regierung will nun juristisch gegen die Fed vorgehen. Laut Fed-Chef Jerome Powell geht es um angebliche Falschaussagen vor dem Bankenausschuss des Senats im Zusammenhang mit dem Umbau der Fed-Zentrale. Powell verweist aber auf politischen Druck wegen der Geldpolitik.

07:44 UhrMercedes bremst beim autonomen Fahren

Mercedes-Benz passt offenbar seine Strategie beim autonomen Fahren an. Der Autobauer stelle seine Pläne für Systeme, die das freihändige Fahren ermöglichen, wohl vorerst zurück, berichtete das „Handelsblatt“. So solle in der überarbeiteten Oberklassenlimousine S-Klasse, die Mercedes Ende Januar vorstellen wolle, das Fahren auf dem SAE-Level 3 nicht mehr angeboten werden. Stattdessen konzentriere sich Mercedes zunächst auf automatisierte Fahrassistenten, bei denen der Fahrer jederzeit aufmerksam bleiben muss.

Hintergrund der Entscheidung seien hohe Produktionskosten bei geringer Nachfrage, berichtete die Zeitung weiter. Der Konzern plane jedoch, das System weiterzuentwickeln und in künftigen Modellen wieder anzubieten. Mercedes-Chef Ola Källenius sagte dem „Handelsblatt“ zufolge, man könne die Angebote so kombinieren, dass Kunden künftig sowohl im Stadtverkehr als auch auf Autobahnen automatisiert fahren könnten.

Der Konkurrent Ford hatte am Mittwoch angekündigt, man werde ein Level-3-System 2028 auf den Markt bringen. Dafür werde der Kunde zusätzlich zahlen müssen, sagte ein hochrangiger Ford-Manager der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Summe wurde nicht genannt.

07:30 UhrJapan beginnt mit Tiefsee-Abbau seltener Erden

Japan hat mit einer Mission zum Tiefsee-Abbau von seltenen Erden begonnen, um seine Abhängigkeit von China bei den wichtigen Mineralien zu verringern. Ein Forschungsschiff brach zu dem abgelegenen Minamitori-Atoll auf, das etwa 1.900 Kilometer südöstlich von Tokio liegt. Bei der einmonatigen Mission soll erstmals Schlamm, der reich an seltenen Erden ist, kontinuierlich aus einer Tiefe von sechs Kilometern an die Meeresoberfläche befördert werden. Angesichts eines diplomatischen Streits mit Peking sind die Bemühungen, die Abhängigkeit von China zu verringern, drängender geworden.

China hatte vergangene Woche den Export von Gütern mit zivilem und militärischem Nutzen nach Japan verboten, darunter auch einige wichtige Mineralien. Zudem berichtete das „Wall Street Journal“, Peking habe damit begonnen, die Ausfuhr von seltenen Erden nach Japan stärker einzuschränken. Die Finanzminister der G7-Staaten wollen sich einem Reuters-Bericht zufolge am Montag in Washington mit der Versorgung mit seltenen Erden befassen. Japan ist bei einigen schweren seltenen Erden, die etwa für Magnete in Motoren von Elektro- und Hybridfahrzeugen benötigt werden, Analysten zufolge fast vollständig von China abhängig. Das bedeutet ein großes Risiko für die wichtige Automobilindustrie des Landes.

07:12 UhrTrump droht Exxon

US-Präsident Donald Trump hat dem Ölkonzern ExxonMobil mit einer Blockade von Investitionen in Venezuela gedroht. Zuvor hatte sich der Chef des Konzerns, Darren Woods, bei einem Treffen im Weißen Haus skeptisch über die Geschäftsmöglichkeiten in dem südamerikanischen Land geäußert. „Ich mochte die Antwort von Exxon nicht“, sagte Trump. „Ich neige wohl dazu, Exxon draußen zu halten. Sie sind mir zu clever.“

Exxon-Chef Woods hatte bei einem Treffen mit Trump und anderen Öl-Managern am Freitag erklärt, in Venezuela könne man unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht investieren. Er forderte einen dauerhaften Investitionsschutz und eine Reform des Kohlenwasserstoffgesetzes. Zur Begründung verwies er darauf, dass die Vermögenswerte des Konzerns in dem Land bereits zweimal beschlagnahmt worden seien.

06:52 UhrChina-Börsen im Aufwind

Die Drohung der US-Regierung mit einer Anklage gegen Notenbankchef Jerome Powell verunsichert die Finanzmärkte. Der Dollar und die US-Aktienfutures gaben nach, da sich Anleger besorgt über die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) zeigten. Der Vorgang ist eine dramatische Eskalation im Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Vorsitzenden.

Powell hatte am Sonntag erklärt, die Regierung von Präsident Donald Trump habe ihm mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht. Dies sei ein „Vorwand“, um die Zentralbank zu Zinssenkungen zu drängen. Im weiteren Verlauf der Woche warten die Anleger auf die Veröffentlichung von US-Inflationsdaten, Handelszahlen aus China und eine Reihe von Bilanzen von US-Unternehmen.

Der Shanghai Composite gewinnt 0,8 Prozent auf 4151,14 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,4 Prozent auf 4779,95 Punkte. An der japanischen Börse wird dagegen nicht gehandelt.

06:34 Uhr“Offener Krieg zwischen US-Regierung und Fed“ 

Die Drohung der US-Regierung mit einer Anklage gegen Notenbankchef Jerome Powell hat die Finanzmärkte verunsichert. Der Dollar und die US-Aktienfutures gaben nach, da sich Anleger besorgt über die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) zeigten. Der Vorgang ist eine dramatische Eskalation im Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Vorsitzenden. Powell hatte am Sonntag erklärt, die Regierung von Präsident Donald Trump habe ihm mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht. Dies sei ein „Vorwand“, um die Zentralbank zu Zinssenkungen zu drängen.

Die S&P-500-Futures fielen im asiatischen Handel um 0,5 Prozent. Der Dollar gab gegenüber den meisten wichtigen Währungen um rund 0,2 Prozent nach und fiel auf unter 158 Yen sowie 1,1660 Dollar je Euro. Der Goldpreis erreichte ein Rekordhoch von mehr als 4.600 Dollar je Feinunze. Gestützt wurde der Preis auch durch die Unruhen im Iran, die zudem den Ölpreis antrieben.

„Trump zerrt an den losen Fäden der Unabhängigkeit der Zentralbank“, sagte Andrew Lilley, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Barrenjoey in Sydney. Trump unternehme diese Schritte nur, weil er wisse, dass er die Kontrolle über die Fed nicht übernehmen könne. Daher wolle er so viel unzulässigen Druck wie möglich ausüben. „Dieser offene Krieg zwischen der Fed und der US-Regierung … schadet offensichtlich dem US-Dollar“, sagte Ray Attrill, Leiter der Devisenstrategie bei der National Australia Bank.

06:17 UhrEuro legt zum Dollar zu

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar geringfügig auf 158,03 Yen und legt leicht auf 6,9754 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,3 Prozent niedriger bei 0,7988 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,2 Prozent auf 1,1655 Dollar und zieht leicht auf 0,9310 Franken an.

06:00 UhrFällt das Kartenhaus in sich zusammen?

Nach einem starken Jahresauftakt dürfte für die Dax-Anleger die Gewinnentwicklung der Unternehmen stärker in den Fokus rücken. Das Gros der Analysten zeigt sich aktuell optimistisch für 2026. „Diese hohe Einigkeit spricht zwar für eine positive Marktstimmung, erhöht vor dem Hintergrund bereits ambitionierter Bewertungen an den Aktienmärkten jedoch die Anfälligkeit für Enttäuschungen“, sagt Portfoliomanager Martin Zurek von der Weberbank mit Blick auf die beginnende Bilanzsaison.

Geopolitische Risiken sind nach der Militäraktion der USA in Venezuela ebenfalls präsent. Trotz der daraus erwachsenden Risiken trugen Kursgewinne bei Rüstungsfirmen dazu bei, dass der deutsche Leitindex in der alten Woche die Schallmauer von 25.000 Punkten durchbrach und am Freitag bei 25.281 Zählern eine Rekordmarke setzte. Ins Wochenende war der deutsche Börsenleitindex dann mit 25.262 Punkten gegangen. Im laufenden Börsenjahr konnte der Dax bislang jeden Handelstag Gewinne verbuchen. Verteidigungsfirmen dürften Strategen zufolge gefragt bleiben, zumal US-Präsident Donald Trump deutlich höhere Militärausgaben ankündigte. „Zudem stützt die Hoffnung auf weiter tiefe Ölpreise, da nach der Militäraktion in Europa ein höheres Ölangebot erwartet wird, was wiederum die Inflationsraten in Schach halten dürfte“, fassen die Strategen der LBBW zusammen.

In diesem Zusammenhang blicken Anleger auch auf den Iran. Nach wochenlangen Demonstrationen gegen das Regime ist das Land, das einer der wichtigsten Ölproduzenten ist, weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Hintergrund der Proteste sind die wachsende Not im Zuge der kriselnden Wirtschaft, eine galoppierende Inflation und Einschränkungen der politischen und sozialen Freiheiten.

Für die Märkte relevant ist die Frage, wie sich die Unternehmensgewinne entwickeln werden. Ein paar Antworten dürften mit dem Start der US-Berichtssaison aus dem Bankensektor kommen. Viele Indizes seien mittlerweile teuer, erläutern die Helaba-Strategen. Kursanstiege müssten somit durch entsprechende Verbesserungen der Gewinnperspektiven untermauert werden. „Andernfalls würden die Aktienmärkte über kurz oder lang vermutlich wie ein Kartenhaus zusammenfallen.“

Am Dienstag öffnen Bank of New York Mellon und JP Morgan ihre Bücher. Zur Wochenmitte legen unter anderem Bank of America, Wells Fargo und Citigroup Zahlen vor. Am Donnerstag folgen die Bilanzen von Goldman Sachs und Morgan Stanley. Hierzulande geht es erst gegen Monatsende richtig los: lediglich die Ergebnisse von Südzucker stehen schon am Dienstag an. Die neue Konjunkturdatenwoche eröffnet aber zunächst das Barometer der Beratungsfirma Sentix für Januar.