Der Ort wurde demnach bewusst gewählt, weil die Tarifsituation an der Schaubühne nach Angaben der Gewerkschaft besonders problematisch sei. Anders als an der Volksbühne und am Maxim Gorki Theater würden dort Tariferhöhungen aus dem TV-L nicht automatisch übernommen. Das führe zu Unsicherheit und Ungleichbehandlung der Beschäftigten, kritisierte die Gewerkschaft.

„Gerade angesichts der massiven Kürzungen des Berliner Senats herrscht große Verunsicherung unter den Beschäftigten der Berliner Bühnen“, erklärte Lucas Krentel, Landesfachbereichsleiter Kultur bei Verdi Berlin-Brandenburg.

Die Gewerkschaft fordert für die Schaubühne eine verbindliche Regelung, nach der Entgeltsteigerungen aus dem TV-L automatisch übertragen werden. Mit der Kundgebung wollen sich auch Beschäftigte der beiden anderen Bühnen solidarisieren.