1. Bundesliga

verfasst von noerdlingen@dbbl.de
am 11. Januar 2026

Text: Kurt Wittmann  |  Foto: Michael Soller

EIGNER ANGELS Nördlingen –  SYNTAINICS MBC Halle Lions 60:69  (12:13, 9:18, 19:23, 20:15)

So hatte man sich das im Ries nicht vorgestellt. Nach zuletzt drei Siegen wähnten sich die Eigner Angels klar im Aufwärtstrend und schielten kräftig auf die Tabellenplätze vor sich im Bestreben die Tabelle nach vielen überstandenen Verletzungen von hinten aufzurollen.

Die 60:69-Niederlage gegen den bis dato puntgleichen Syntainics MBC aus Halle hatte in dieser Form im Ries wohl keiner auf der Rechnung.

Erfreuliche 565 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten an diesem klirrend kalten Sonntag Nachmittag den Weg in die Hermann-Keßler-Halle gefunden und konnten ihren Augen nicht trauen, wie die Würfe, die ihre Angels auf den Gästekorb abfeuerten, ihr Ziel verfehlten. Wie eingefroren wirkten die Handgelenke der Angels-Spielerinnen. Die Mädels von Headcoach Kuusi versuchten alles, hängten sich in der Verteidigung voll in die Seile und konnten das Match dadurch lange offen halten, aber wenn die eigenen Würfe einfach nicht fallen, ist ein Sieg in der 1.Bundesliga nicht möglich. Wie wichtig Topstar Nicole Fransson für ihr Team ist, wird vor allem dann sichtbar, wenn sie eben nicht performen kann. Sichtbar angeschlagen und am Knie gehandicapt und ohne eine einzige Trainingseinheit während der der Woche war von der Kanadierin nicht viel zu erwarten. Dass sie dennoch auf für sie magere 13 Punkte kommt, ist ihr hoch anzurechnen, hilft dem Team aber nicht um zu gewinnen.

Den Halle Lions reichte eine durchschnittliche Leistung um das Match in Nördlingen für sich zu entscheiden, weil die Angels zu wenig aus ihren Möglichkeiten machten, zu unständlich agierten, zu viele Fehler produzierten und schlicht und ergreifend nichts trafen.

Einziger Lichtblick aus Sicht der Gastgeberinnen warn Nachwuchs-Centerin Chanel Ndi, die mit erfrischender Leichtigkeit aufspielte, 18 Punkte erzielte  und nachhaltig auf sich aufmerksam machte.

Mit dieser Niederlage müssen die Eigner-Girls wohl oder übel den Blick nach oben relativieren. Nachdem Berlin und Marburg Erfolgserlebnisse einfuhren, beträgt der Abstand zu den Plätzen Fünf und Sechs nunmehr zwei Siege. Der derzeitige Tabellenrang Acht berechtigt zwar noch zur Teilnahme an den Play-Offs. Der von unten drängende Herner TC mit einem Sieg weniger als die Rieserinnen hat das Ziel, nach der regulären Saison noch weiterzuspielen, sicher nicht aufgegeben, so dass das Absichern der Play-Off-Teilnahme nunmehr wohl das korrigierte Ziel des einzigen bayerischen Bundesligisten sein muss, nachdem man zwischenzeitlich schon einmal mit einem Platz weiter oben in der Tabelle geliebäugelt hatte.

Für die Angels spielten: Nicole Fransson (13), Pauline Mayer (3), Laura Schinkel (9), Chanel Ndi (18), Jana Koch, Mariam Haslé-Lagemann (2), Natalie Kucowski (4), Samantha Ashby (11).

Beim MBC Halle fielen auf: Nicole Brochlitz (12), Katelyn Shumate (12), Romy Bär (12)

Teamvergleich in Zahlen:

Wurfquote aus dem Feld insgesamt: 24 von 72 (33%) | 24 von 52 (46%)

Dreierquote: 3 von 26 (12%) | 3 von 15 (20%)

Freiwürfe: 9 von 15 (60%) | 18 von 24 (75%)

Rebounds: 32 | 44

Fouls: 22 | 14