Einschränkungen hat es durchaus gegeben: Das angekündigte Glatteis hat am Montagmorgen, 12. Januar, zu sehr langsamem Verkehr auf Autobahnen in NRW geführt – etwa auf der A3 von Siegburg in Richtung Rheinland-Pfalz. Die Polizei wies Auto- und Lkw-Fahrer an, ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anzupassen und vorsichtig zu fahren. Die Warnungen vor rutschigen Straßen gaben trotzdem Anlass zu der Befürchtung vieler Unfälle im Stadtverkehr. Doch am Montag zeigte sich in Mönchengladbach schnell: Dies blieb aus.

Kaum Unfälle wegen Glätte in Mönchengladbach

„Am Freitag sind drei Personen ausgerutscht, die wir versorgt haben“, sagt Dietmar Grabinger, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Ansonsten hatten die Einsätze von ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen seit Freitag nichts mit Glätte zu tun. Warmer Regen habe in Mönchengladbach dafür gesorgt, dass es nicht allzu rutschig wurde – und die Warnungen hätten wohl dafür gesorgt, dass viele Menschen aus Vorsicht zu Hause geblieben sind, soweit möglich.

Das zeigt auch ein Blick auf die Zahl der Verkehrsunfälle in den vergangenen Tagen. Eine Sprecherin der Polizei teilt mit: „Es gab von Freitagnachmittag um 15 Uhr bis Montagmorgen um 10 Uhr insgesamt 109 Verkehrsunfälle. Es waren fast ausschließlich Unfälle mit Sachschaden.“ Diese seien zwar teilweise auf Glätte zurückzuführen, zum Beispiel rutschten Autos in andere geparkte Fahrzeuge – etwa am Samstag gegen 17.40 Uhr an der Kreuzung Alfons-Schulz-Straße/Tulpenstraße in Bettrath-Hoven oder gegen 16 Uhr an der Kreuzung Porzeltstraße/Saarlandallee in Windberg. Schlimmeres passierte dabei aber nicht. Eine detaillierte Auswertung der Anzahl der Unfälle, die auf Glätte zurückzuführen waren, war am Montag noch nicht möglich.

Schulausfall wegen Glätte

Die größten Auswirkungen hatten die Warnungen wohl auf Schulen: Den Präsenzunterricht hat das zuständige Landesministerium für Montag gestrichen. „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Die Verordnung galt auch für Mönchengladbach, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Alle Schulleitungen sollen informiert und gebeten worden sein, in den dafür im Erlass vorgesehenen Distanzunterricht zu wechseln, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

Die Richtlinien basieren laut NRW-Schulministerium auf dem Erlass „Regelungen zu schulischen Maßnahmen bei Unwetterwarnungen und extremen Wetter-Ereignissen“. Kitas seien davon aber nicht betroffen gewesen, so der Stadtsprecher.