Eine Frau "schlittert" am Morgen mit ihrem Fahrrad über eine schneebedeckte glatte Straße.

AUDIO: Nachrichten 12:00 Uhr – 12.01.2026 (4 Min)

Stand: 12.01.2026 14:10 Uhr

Erst gab es in vielen Teilen von Schleswig-Holstein leichten Schneefall. Später sorgt warme Luft dafür, dass aus Schnee Regen wird. Und der verwandelt sich am Boden schnell zu Glatteis.

In einer Unwetterwarnung warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) heute auch in Schleswig-Holstein vor Glatteis. Warme Luft sorgt dafür, dass sich Schnee, der von Westen aufzieht und nach Fehmarn (Kreis Ostholstein) zieht, in Regen verwandelt – erklärt NDR-Wetterexperte Sebastian Wache. „Diese Übergangsphase, wenn Schnee in Regen übergeht, ist kritisch. Die zum Teil unterkühlten Wassertröpfchen fallen dann durch die kalte Luft. Und sobald sie zu Boden treffen, gefrieren sie sofort zu Blitzeis“, sagt er. Es könnten sich an Autos oder auf dem Kopfsteinpflaster regelrechte Eispanzer bilden.

Front zieht langsam

Zunächst werde es wohl an der Westküste Glatteis geben. In Richtung Ostseeküste werde es am späten Nachmittag und Abend gefährlich. „Dadurch, dass diese Front sehr langsam zieht, zieht sich das auch sehr lang noch in den Tag, vielleicht sogar noch in die Nacht. Für Kiel beispielsweise gilt die Unwetterwarnung erst ab 17 Uhr bis morgen früh um 4 Uhr“, so Wache.

Windböen an der Küste

Zu dem Glatteis kommt der Wind: Auf Helgoland (Kreis Pinneberg), den Nordfriesischen Inseln und an der Nordseeküste wird es bis zum Mittag sehr windig, mit Windgeschwindigkeiten bis zu 60 Kilometern pro Stunden, an exponierten Lagen sind auch 70 Kilometer pro Stunde angekündigt.

Schneematsch bleibt gefährlich

In den nächsten Tagen werden laut Wache mildere Temperaturen erwartet. „Die Temperaturen gehen peu à peu nach oben. Richtung Wochenende können es 5, 6, vielleicht 7, 8 Grad plus werden“, so Wache. Solange es noch Schneematsch gebe, bestehe aber weiterhin die Gefahr von überfrierender Nässe. So ist auch am Dienstag örtlich Glatteis möglich – und der DWD warnt zudem vor Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern.

Auf einem Fußweg in Bovenden ist eine dicke Eisschicht zu sehen.

In Niedersachsen gab es bereits einige Unfälle – mehrere Autobahn-Abschnitte wurden gesperrt. Auch die Bahn ringt weiter mit Schnee und Eis.

Wetterexperte Sebastian Wache steht im Studio mit der Wettervorhersage.

NDR Schleswig-Holstein Wetterexperte Sebastian Wache mit den Aussichten für den 12. Januar und die kommenden Tage.

Autos fahren bei gefrierenden Regen über eine Straße =

Warme Luft sorgt dafür, dass sich Regen in Schnee verwandelt. Und das kann heute für gefährlich glatte Straßen sorgen.

Ein Verkehrsschild "Achtung, Schule!" bei Schneefall.

Wegen Sturmtief „Elli“ fand am Freitag vielerorts kein Unterricht statt. Am Montag fiel in einzelnen Schulen der Unterricht am Nachmittag aus.

Ein Eisbrecher in Geesthacht.

Durch anhaltende Minusgrade steht auf der Elbe das Eis. Vor Geesthacht im Lauenburgischen sind Eisbrecher im Einsatz.

Ein Zug der Nordbahn steht an einem Gleis des Bahnhofs in Heide.

Das Wetter könnte Reisenden in Schleswig.Holstein heute erneut einen Strich durch die Rechnung machen.

Ein Feuerwehrfahrzeug fährt auf einer überfluteten Straße

Eine flächendeckende Krisenlage ist laut Landesfeuerwehrverband ausgeblieben. Viele Menschen seien zu Hause geblieben.