Elektroautos von BYD sind im internationalen Containerterminal des Hafens von Taicang im Hafen von Suzhou (China) zu sehen.

Stand: 12.01.2026 13:35 Uhr

Die rasante Ausbreitung chinesischer E-Autos macht den Herstellern in Europa zu schaffen. China und die EU streiten deswegen schon länger. Nun gibt es offenbar eine Art Kompromiss – aber auch weiter offene Fragen.


Jean-Marie Magro

Die Europäische Kommission und China haben sich offenbar im Streit um die Zölle für Elektrofahrzeuge angenähert. Brüssel hat nun ein Papier vorgelegt, wie Mindestpreise für aus China in die Europäische Union importierte E-Autos gestaltet werden könnten.

Ein Sprecher der Kommission betonte, dass es sich hierbei um einen Leitfaden handele und weitere Schritte folgen müssten. Mindestimportpreise könnten, so der Sprecher weiter, die bisher geltenden Zölle auf chinesische E-Autos ersetzen.

Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung

Seit Herbst 2024 hatte die EU auf chinesische E-Fahrzeuge bis zu 35 Prozent Abgabe angesetzt, was die chinesische Führung erzürnte. In den vergangenen Jahren wurden in der EU und den USA immer mehr chinesische E-Autos verkauft. Dies sei aber, so der Vorwurf, nur durch hohe Subventionen möglich gewesen, die den Wettbewerb mit anderen Herstellern verzerren. Ein solches Vorgehen verstößt, so die EU-Position, gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO. Die USA hatten sogar einen Zollsatz von 100 Prozent auf in China hergestellte Elektroautos eingeführt.

Das Handelsministerium in Peking teilte mit, die „Einigung“ (ein Wort, das in Brüssel nicht verwendet wird) gewährleiste eine gesunde Entwicklung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und der EU. Sie sichere die regelbasierte internationale Handelsordnung.