Spätestens Sonntagabend war die Nachricht auch in der letzten Klassengruppe auf Whatsapp angekommen: Das Schulministerium in NRW setzte am Montag auf Distanzunterricht aufgrund von Glatteisgefahr. Schüler sollten zu Hause bleiben, eine Notbetreuung wurde lediglich für die Schüler eingerichtet, die von der Regelung nichts mitbekommen haben.

Auch in Duisburg blieben die Schultore am Montagmorgen also geschlossen. Jens-Uwe Hoffmann ist Schulformsprecher für die Grundschulen in Duisburg und Schulleiter der KGS Fährmannschule. „Wir sind morgens sicherheitshalber zur Schule gekommen, für den Fall, dass jemand von dem Ganzen nichts mitbekommen hat. Es war aber keines von den Kindern da“, sagt er. Dementsprechend sei auch keine Notbetreuung nötig gewesen. Der Unterricht verlief über die Schulplattform IServ, wo Aufgaben und Übungen hochgeladen werden können, die die Kinder zu Hause bearbeiten. „Das hat super funktioniert, da ist das Kollegium noch von Coronazeiten geschult“, sagt Hoffmann.

Bei einzelnen Schülern müsse man in solchen Fällen zwar Sonderlösungen finden, zum Beispiel wenn ein Haushalt über kein WLAN verfügt, im Großen und Ganzen sei der Montagmorgen aber reibungslos abgelaufen, erzählt der Schulleiter. „Und letztlich wirkt sich dieser eine Tag jetzt auch nicht negativ auf die Abiturprüfungen später aus.“

Auch Torsten Maienfeld, Schulformsprecher für die Förderschulen der Stadt und Schulleiter der Alfred-Adler-Schule, ist mit dem Ablauf des Vormittags zufrieden. Die Schulleiter wären schon am Samstag über einen möglichen Distanzunterricht informiert worden: „Die Kommunikation verlief reibungslos. Es ist heute Morgen auch kein Schüler zur Schule gekommen.“ Die Förderschule arbeitet ebenfalls mit IServ, der Unterricht fand sowohl über eigenständige Übungsblätter, als auch per Videocall statt. Grundsätzlich begrüße der aber die Entscheidung: „Mir ist das so lieber, als wenn Schulbusse bei der Glätte kollidieren oder Kinder sich verletzen“.