Prozess in Düsseldorf
Sportwagenfahrer soll Lehrer angefahren haben: milde Strafe
Aktualisiert am 12.01.2026 – 16:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten (Archivbild): In Düsseldorf musste sich ein Unternehmer vor Gericht verantworten. (Quelle: Christian Charisius/dpa/Symbolbild/dpa)
Ein Unternehmer soll mit seinem Flitzer einen Lehrer angefahren haben. Der Vorwurf vor Gericht: versuchte Nötigung und Körperverletzung.
Ein Düsseldorfer Unternehmer soll mit seinem Sportwagen absichtlich einen Lehrer angefahren haben, als dieser er mit einer Schülergruppe die Straße überquerte. Wegen versuchter Nötigung und Körperverletzung musste sich deswegen der 50 Jahre alte Unternehmer am Düsseldorfer Amtsgericht verantworten.
Der Sportwagenfahrer habe gehupt und den Motor laut aufheulen lassen, sagte der Lehrer als Zeuge aus. Dann habe er eine Berührung gespürt und sich mit einem Sprung zur Seite gerettet, während der Sportwagen davongefahren sei. Nach Schilderung des Unternehmers hatte sich jedoch der Lehrer vor den Wagen gestellt, auf die Motorhaube gehauen und mit erhobenen Fäusten gedroht. Dennoch habe er den Mann beim Weiterfahren nicht berührt, sagte der 50-Jährige aus.
Das Amtsgericht stellte das Verfahren schließlich „wegen geringer Schuld“ ein, weil der Pädagoge nahezu unverletzt geblieben sei. Als Auflage muss der Sportwagenfahrer aber 500 Euro an „Reporter ohne Grenzen“ zahlen.
