
Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk.
picture alliance / Newscom | Francis Chung
Elon Musk sagt, Sparen für den Ruhestand werde bald „irrelevant“ sein.
Der Chef von Tesla und SpaceX prognostizierte, dass Künstliche Intelligenz dazu beitragen werde, einen Überfluss an Ressourcen für alle zu schaffen.
Die Menschen würden „alles haben, was sie wollen“, und Zugang zu hervorragender Gesundheitsversorgung und Bildung bekommen, sagte er.
Das Sparen für den Ruhestand ist seit über hundert Jahren ein Grundpfeiler der privaten Finanzplanung. Das könnte sich bald ändern, meint Elon Musk.
„Eine Nebenempfehlung, die ich habe, ist: Macht euch keine Sorgen, Geld für den Ruhestand in zehn oder zwanzig Jahren zurückzulegen“, sagte der Tesla- und SpaceX-Chef in der jüngsten Folge des Podcasts „Moonshots with Peter Diamandis“. „Das wird keine Rolle spielen.“
„Wenn irgendetwas von dem, was wir gesagt haben, stimmt, dann wird Sparen für den Ruhestand irrelevant“, fügte Musk hinzu.
„Hohes Einkommen“ durch Überfluss an Ressourcen
Der reichste Mensch der Welt, dessen Vermögen auf über 600 Milliarden US-Dollar (etwa 515 Milliarden Euro) geschätzt wird, beschrieb eine Zukunft, in der Fortschritte bei KI, Energie und Robotik die Produktivität massiv steigern und einen „Überfluss“ an Ressourcen schaffen. Das würde es ermöglichen, allen Menschen ein „universelles hohes Einkommen“ zu gewähren.
„Die gute Zukunft ist die, in der jeder alles haben kann, was er möchte“, sagte Musk. Das bedeute „bessere medizinische Versorgung, als irgendjemand sie heute hat – innerhalb von fünf Jahren für alle verfügbar“, fuhr er fort. „Keine Knappheit an Gütern und Dienstleistungen. Man kann alles über alles kostenlos lernen.“
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Zugleich warnte der Unternehmer vor einem „holprigen“ Übergang in diese utopische Welt, der von tief greifenden Veränderungen und sozialen Unruhen geprägt sein werde. Außerdem sprach er einen möglichen Sinnverlust an.
„Wenn man tatsächlich alles bekommt, was man will – ist das dann wirklich die Zukunft, die man möchte?“, fragte er. „Denn das würde bedeuten, dass der eigene Job keine Rolle mehr spielt.“
Musk ist dafür bekannt, mit Teslas Elektroautos die Automobilbranche verändert und mit den wiederverwendbaren Raketen von SpaceX die Raumfahrt revolutioniert zu haben. Seine Unternehmen arbeiten an selbstfahrenden Autos, humanoiden Robotern, Gehirn-Computer-Schnittstellen, KI-Assistenten und weiteren Innovationen, während er darauf hinarbeitet, der erste Billionär der Geschichte zu werden.
Musks Prognose weit von Realität entfernt
Trotz seiner bisherigen Erfolge steht Musks jüngste Prognose jedoch im starken Gegensatz zur Lebensrealität vieler Amerikaner. Jahre hartnäckiger Inflation, hoher Zinsen und schwachen Lohnwachstums haben zu einer massiven Krise der Bezahlbarkeit geführt.
Millionen Menschen fühlen sich vom Studium, von guter Gesundheitsversorgung, vom Eigenheim oder von der Familiengründung ausgeschlossen. Auch ein komfortabler Ruhestand scheint für viele unerreichbar: Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Amerikaner bei Weitem nicht genug spart.
Vor diesem Hintergrund wirkt Musks optimistische Vision einer Zukunft im Überfluss wie Wunschdenken – oder sogar wie gefährlicher Rat, falls Menschen tatsächlich aufhören zu sparen und sich die Welt nicht so verändert, wie er es erwartet, sodass sie im Alter finanziell schlecht dastehen.
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