Stand: 12.01.2026 22:06 Uhr

Das Tief „Gunda“ zieht nach Mecklenburg-Vorpommern rein. Dabei dringt zunehmend mildere Luft voran, Regen trifft auf gefrorene Böden. Straßen und Wege können spiegelglatt werden. Hier der Liveticker zum Nachlesen.

Wir beenden an dieser Stelle den Liveticker. Bis 19 Uhr meldete die Polizei ruhige Straßen. Es gilt aber eine Unwetterwarnung vor Glatteis in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Fällt Regen auf den gefrorenen Boden, kann er gefrieren und es kann sehr glatt werden.

Ein Auto fährt vorbei an geräumtem Schnee.

In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg gab es Unfälle – mehrere Autobahn-Abschnitte wurden gesperrt. Auch die Bahn ringt weiter mit Schnee und Eis.

18:16 Uhr

Unimedizin Rostock stellt sich auf Glätteunfälle ein

Die Unimedizin Rostock hat postoperative Patientinnen und Patienten in die Orthopädie verlegt, um am Campus Schillingallee zusätzliche Behandlungskapazitäten vorzuhalten. Patientinnen und Patienten, die nach Unfällen, insbesondere wegen Glatteis und Schneefall, in die Notaufnahme kommen, würden unmittelbar und bedarfsgerecht durch einen Unfallchirurgen versorgt werden.

16:47 Uhr

Blitzeis-Gefahr in MV

Der Deutsche Wetterdienst erwartet ab dem Abend Regen in den westlichen Landesteilen von Mecklenburg-Vorpommern. Wenn dieser auf den gefrorenen Boden fällt, kann sich Blitzeis bilden. NDR Reporterin Celine Schmock berichtet aus Boizenburg:

Video:
Unwetterwarnung für MV: Deutsche Wetterdienst erwartet Blitzeis (3 Min)

16:19 Uhr

Eisbrecher im Greifswalder Bodden und in der Elbe im Einsatz

Eisbrecher fährt durch Ostsee

Als Eisbrecher im Einsatz im Greifswalder Bodden: Das Mehrzweckschiff „Görmitz“ des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes.

Das Mehrzweckschiff „Görmitz“ des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) hat seine Arbeit als Eisbrecher im Greifswalder Bodden aufgenommen. Das 36 Meter lange Schiff kann Eis bis zu einer Dicke von 30 Zentimetern bei einer konstanten Fahrt von zwei Knoten (3,7 Kilometer pro Stunde) brechen. Es hat im Fahrwasser des Greifswalder Bodden den Weg zum Industriehafen Ladebow, einem Stadtteil von Greifswald, freigemacht. Der Schiffsverkehr zum Hafen Ladebow verläuft in einer Rinne. Die Entwicklung der Eisbildung in den Fahrwassern werde fortlaufend überwacht und bewertet, so eine WSA-Sprecherin. Auf der Elbe im Bereich Geesthacht und Lauenburg kämpfen sich momentan zehn Eisbrecher durch dickes Treibeis. Der Schiffsverkehr ist voraussichtlich bis Freitag gesperrt.

15:55 Uhr

Für diese Regionen gilt die amtliche Unwetterwarnung

Die Warnung gilt vorerst bis Dienstagmittag: „In weiten Teilen Norddeutschlands Glatteis durch ostwärts verlagernden, gefrierenden Regen. Zunächst in Westniedersachsen Entspannung der Glatteislage, zuletzt im Osten Mecklenburg-Vorpommerns im Laufe des Dienstags“, so der Deutsche Wetterdienst

15:48 Uhr

Obdachlosenunterkünfte in Vorpommern fast voll, Notbetten vorhanden

In der Obdachlosenunterkunft des DRK in Stralsund sind 40 von 44 Betten belegt, sagt Christin Liedke, Pressesprecherin des DRK-Kreisverband Stralsund Rügen, auf NDR-Anfrage. Sollten mehr Plätze benötigt werden, würden auch Notbetten zum Einsatz kommen. Immer wieder treffe die Bundespolizei auf den Bahnhöfen Obdachlose, die schon unterkühlt sein. Die Menschen sollen unbürokratisch in einer Nachtstätte untergebracht werden, so die DRK-Sprecherin. „Es wird keiner draußen vor der Tür stehen gelassen, so dass es keine Kältetoten geben wird. Die Obdachlosenunterkünfte sind gut vernetzt. Gerade haben wir einen Obdachlosen aus Greifswald aufgenommen.
Im Obdachlosenhaus in Greifswald sind alle 20 Betten schon belegt, so Ilona Martens, Leiterin der Einrichtung der Volkssolidarität Nord-Ost. „Wir haben für den Fall der Fälle auch noch ein Not- und Familienzimmer, indem es sechs Betten gibt. Unser Haus ist 2014 gebaut worden und wenn ich mich zurück erinnere, damals hatten wir sechs, maximal zwölf Bewohnerinnen und Bewohner. Der Bedarf ist sehr gestiegen.“ Die Städte und Gemeinden seien verpflichtet, ihre Obdachlosen unterzubringen und so würden diese entsprechend Plätze buchen und diese auch mit einem Tagessatz bezahlen.

15:25 Uhr

Streusalz-Vorräte bei den Kommunen noch ausreichend

Die Kommunen haben nach eigenen Angaben genügend Streusalz-Vorräte für die angekündigte Glatteis-Gefahr im Nordosten. Ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald berichtete jedoch, dass die Lage auf dem Markt zur Beschaffung von Salz äußerst angespannt sei. „Gegenwärtig ist Streusalz vorhanden, um das Streuen durch den Winterdienst zu gewährleisten“, hieß es. Die Kreisstraßenmeisterei betreue gut 600 Kilometer Kreisstraßen. In Neubrandenburg wird der gefrierende Regen in der Nacht erwartet. Ziel sei es dann, die Straßen für den Berufsverkehr am folgenden Morgen ab 5.00 Uhr sicher zu machen, so die Stadtverwaltung. Dafür stünden rund 15 Streu- und Räumfahrzeuge und ebenso viele Einsatzkräfte zu Fuß bereit. Sollte bereits am Montagnachmittag Glatteis in Neubrandenburg auftreten, werde der Winterdienst entsprechend reagieren.

14:50 Uhr

Schulen in MV bleiben trotz Unwetterwarnung geöffnet

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben trotz der Unwetterwarnung vor gefrierendem Regen und Glatteis geöffnet. Wie das Bildungsministerium mitteilte, sichern die Schulen den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen ab. Sollten Schüler Schwierigkeiten haben, zur Schule zu kommen, müssen ihre Erziehungsberechtigten sie telefonisch oder per E-Mail abmelden, so das Ministerium weiter. Volljährige Schüler könnten dies selbst tun.

14:04 Uhr

Wismar: Leiche eines mutmaßlichen Eisbaders gefunden

In einem Teich in Wismar-Wendorf haben Einsatzkräfte die Leiche eines Mannes gefunden. Das bestätigte eine Polizeisprecherin. Ein Zeuge hatte laut Polizei einen Mann dort zuvor beim Eisbaden gesehen. Die Feuerwehr wurde gegen 8.50 Uhr am Morgen alarmiert. Vor Ort fand sie zwei Löcher in der Eisdecke vor, neben einem der Löcher stand eine Kamera auf einem Stativ.

13:54 Uhr

Stadt Schwerin warnt vor Dachlawinen und herabfallenden Eiszapfen

Auf und an den Dächern haben sich durch den Frost und Schneefall Eis und Schnee gesammelt. Die Stadt Schwerin warnte auf ihrem Instagram-Account angesichts steigender Temperaturen vor bösen Überraschungen von oben. Menschen sollten nach Möglichkeit Bereiche unter Dachkanten meiden. Die Menschen in der Stadt sollen auf Warnhinweise und Absperrungen achten und in der Innenstadt und an älteren Gebäuden aufmerksam sein. Hauseigentümer rief die Stadt dazu auf, regelmäßig Dächer und Dachrinnen zu überprüfen und Eiszapfen sowie Schneemassen zu entfernen.

13:45 Uhr

Aktuelle Eislage: Teilweise sehr dünnes und lockeres Eis

Lila- und organgefarbener Sonnenaufgang in einer Ostseebucht

Sonnenaufgang am Montagmorgen in der Dänischen Wiek, der südlichen Bucht des Greifswalder Boddens

Laut dem Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist das Stettiner Haff vollständig mit Eis bedeckt, das örtlich bis zu 15 cm dick sein kann. Weiter nördlich bis Peenemünde kommt meist dichtes, dünnes Eis vor. Sehr lockeres bis lockeres Eis dann im Übergang zum Greifswalder Bodden. Weiter geht es an der Küste des Greifswalder Boddens mit Neueis oder dünnem Eis. In geschützten Gebieten wie den Greisfwalder Häfen gibt es aber auch mehr als 15 cm dickes Festeis oder sehr dichtes Eis. In den Boddengewässern um Rügen und in der Nordansteuerung nach Stralsund kommt sehr dichtes bis dichtes Eis vor, in geschützten Gebieten bis mehr als 10 cm dickes Eis. Zwischen Rügen und Hiddensee tritt dichtes, dünnes Eis auf. Die Darß-Zingster Boddenkette ist mit dichtem bis sehr dichtem, bis zu 15 cm dickem Eis bedeckt. Weiter westlich kommt örtlich in geschützten Gebieten und Häfen meist offenes Wasser, aber auch lockeres Neueis vor, so z.B. in Rostock, Wismar (dort auch dichtes, 5-10cm dickes Eis). Die Wasserschutzpolizei warnte ausdrücklich davor Eisflächen auf Gewässern in MV zu betreten. Auch vermeintlich stabile Eisflächen könnten brechen. Weitere Aussichten: Die Temperaturen steigen an und morgen werden am Tag überall Temperaturen über 0°C erwartet. Im westlichen Bereich der Küste wird das Eis größtenteils schmelzen und verschwinden. Im Osten werden nicht ganz so hohe Temperaturen erwartet.

13:05 Uhr

NDR Wetterexperte warnt vor Glatteis

Wann in welchen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns mit Glatteis gerechnet werden kann, zeigt NDR Wetterexperte Stefan Kreibohm:

Video:
Blitzeisgefahr: NDR Wetterexperte warnt vor Glatteis (3 Min)

14:56 Uhr

Vor gefrierendem Regen noch Schnee möglich

Bevor gefrierender Regen in Mecklenburg-Vorpommern für glatte Straßen sorgen könnte, kann es tagsüber teilweise noch schneien. «Da wird es mal überzuckert sein, vielleicht auch mal bis zu zwei Zentimeter», sagte Helga Scheef vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Im Westen, an der Grenze zu Schleswig-Holstein, könne es ab dem späten Nachmittag in gefrierenden Regen übergehen. «Und dann verlagert sich das zögerlich nach Osten.» Nach einer sehr kalten Nacht mit zweistelligen Minusgraden steigen die Temperaturen laut DWD im Verlauf des Montags, mit einer Höchsttemperatur zwischen -4 und -1 Grad.

11:55 Uhr

Neujahrsempfang in Waren findet statt

Trotz der amtlichen Unwetterwarnung hält Manuela Schwesig an ihrem Neujahrsempfang in Waren (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) fest. Die Veranstaltung mit rund 350 Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern soll wie geplant um 17 Uhr starten, wie ein Regierungssprecher mitteilte.

11:11 Uhr

Polizei appelliert an Eigenverantwortung

Die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Rostock sagte, man beobachte das Geschehen sehr genau. Zusätzliche Einsatzkräfte stehen aber nicht extra bereit. Man sei gut aufgestellt und auch für solche Wetterlagen gerüstet. Zudem appelliert die Polizei an die Eigenverantwortung der Bürger, bei Extremwetterlagen möglichst auf nicht notwendige Fahrten mit dem Auto zu verzichten. Und dann sollte die Fahrweise den Witterungsbedingungen angepasst werden – also vorausschauend fahren, nicht zu schnell unterwegs sein und auf die Winterbereifung achten.

10:32 Uhr

„Man kann nicht genau sagen, wo es glatt wird“

Beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr zeigt man sich auf NDR Anfrage relativ unaufgeregt. Alle seien vorbereitet, genug Salz sei bei den Straßenmeistereien vorhanden. Ein Pressesprecher sagte, die angekündigte Wetterlage sei in sofern tückisch, dass man nicht genau sagen könne, wo genau es glatt wird. Das könne von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen. Eine Tour eine Streufahrzeuges dauere so um die drei Stunden – da kann es dann sein, dass es an einer Stelle, wo es glatt ist, etwas dauert, bis der Wagen dann kommt.

10:27 Uhr

Unwetterwarnung auf den ganzen Norden ausgeweitet

Für Niedersachsen galt schon eher eine Unwetterwarnung vor Glatteis – nun aber auch für Mecklenburg-Vorpommern und die anderen Nordländer. Die Warnung gilt vorerst bis Dienstagmittag: „In weiten Teilen Norddeutschlands Glatteis durch ostwärts verlagernden, gefrierenden Regen. Zunächst in Westniedersachsen Entspannung der Glatteislage, zuletzt im Osten Mecklenburg-Vorpommerns im Laufe des Dienstags“, heißt es darin.

10:06 Uhr

Eisflächen: Bei Betreten droht Lebensgefahr

Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und DLRG warnen noch mal ausdrücklich davor zugefrorene Seen, Kanäle und Flüsse bei uns im Land zu betreten. In Zierke waren am Wochenende hunderte auf dem See unterwegs. Ähnlich auf dem der Kölpinsee in Waren – dort waren sogar Eissegler auf dem Eis. Um eine sicherere Eisdicke zu haben, braucht es laut DLR aber zwei Wochen lang unter minus 10 Grad. Erst dann seien 15 bis 20 Zentimeter Eisdicke erreicht. Auch die Stadt Wismar hat noch mal deutlich vor dem Betreten der Eisflächen gewarnt: Es bestehe akute Lebensgefahr.

10:02 Uhr

„Kälteste Nacht in diesem Winter“

Die Nacht zu Montag war in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend eisig. NDR Wetterexperte Stefan Kreibohm hat die Zahlen im Blick. Die landesweite Tiefsttemperatur wurde in Sukow bei Schwerin gemessen. Dort ging es auf -14,5 Grad runter. Platz 2: Malk Göhren im Kreis Ludwigslust-Parchim mit -14,1 Grad. Der Flugplatz in Barth maß in der Nacht -13,9 Grad. „Zugleich war es an diesen Orten auch die kälteste Nach in diesem Winter bisher“, so Stefan Kreibohm. Aber Allzeitrekorde wurden damit nicht erreicht.

09:30 Uhr

Eisschollen: Fährbetrieb betroffen

In Rostock auf der Warnow kann die Fähre Kabutzenhof-Gehlsdorf nicht mehr fahren. Grund ist die teilweise zugefrorene Warnow. Die Rostocker Verkehrsgesellschaft RSAG empfiehlt als Alternative die Nutzung von Bus und Straßenbahn. Die Fähre zwischen Hohe Düne und Warnemünde verkehrt aber normal. Auch im Fährverkehr nach Hiddensee wird es schwierig. Deshalb ist seit heute zwischen Schaprode und Hiddensee das erste mal seit Langem wieder ein Eisbrecher unterwegs.

Ein Auto fährt über eine vereiste Straße.

Nach „Elli“ kommt jetzt Tief „Gunda“, und das kann besonders ab dem Nachmittag zu spiegelglatten Straßen und Gehwegen führen.