Bürger werden weggeschickt
Riesen-Andrang bei Treffen zu brisantem Stadtplan
Aktualisiert am 12.01.2026 – 21:41 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Pantaleonsviertel, Andreas Zittlau: Er freute sich über den großen Andrang in der Aula am Perlengraben. (Quelle: Philip Buchen)
Die Uhr tickt im Pantelonsviertel. Viele Anwohner sorgen sich vor einem brisanten Plan von OB Torsten Burmester (SPD). Der Widerstand dagegen ist beträchtlich.
Am Montagabend ist es in der Aula des Berufskollegs am Perlengraben um 19.30 Uhr zu einem großen Andrang gekommen: Dort wollten sich Anwohner zu einer Anwohnerversammlung über einen geplanten Drogenkonsumraum der Stadt treffen. Doch nur 400 Personen durften in die Halle, etwa 100 bis 200 Besucher mussten wieder weggeschickt werden.
Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Pantaleonsviertel, Andreas Zittlau, sagte der Kölner Lokalredaktion von t-online: „Dieser Andrang ist beeindruckend. Einen größeren Raum haben wir auf die Schnelle nicht bekommen. Es ist toll, dass sich die Leute so engagieren.“
Simone-Chantal Büttgenbach vom Vorstand der IG erklärte am Abend: „Diese Fläche, wo dieser Drogenkonsum hin soll, war ein Spielplatz, auch wenn dort gerade keine Geräte stehen. Dieser Platz gehört den Kindern – und nicht den Menschen, die sicherlich auch unsere Hilfe brauchen.“ Bei der Anwohnerversammlung sollten am Abend Kölner zu Wort kommen, die das geplante Suchthilfezentrum (SHZ) angeht.
Zittlau hatte t-online in der vergangenen Woche von den Schwierigkeiten berichtet, mit der die Aktion der Anwohner in der Innenstadt konfrontiert ist: „Weil die Stadt den Standort schon am 5. Februar beschließen will, haben wir nicht viel Zeit, uns zu organisieren. Wir machen das alle ehrenamtlich neben der Arbeit.“
Die junge Kampagne hatte am Montagabend mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Das Mikrofon funktionierte nicht, weswegen sich der Beginn um eine halbe Stunde verzögerte. Gleichzeitig sollten die Kölner die Veranstaltung über einen Livestream im Internet verfolgen können – wenn denn dann mal das Mikrofon funktioniert.
