Kasper Hjulmand an der Seitenlini

Stand: 12.01.2026 20:19 Uhr

Nach der 1:4-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart steht Leverkusen vor drei wichtigen Auswärtsspielen. Das erste führt Bayer am Dienstag zum Hamburger SV.

Der Leverkusener Trainer Kasper Hjulmand sprach am Montag von 30 schlechten Minuten gegen die Schwaben. Zur Wahrheit des Spiels gegen den VfB gehört allerdings auch, dass die übrigen 60 nicht gereicht haben, um die 1:4-Schlappe zu verhindern.

Bayer Leverkusen muss nun dreimal auswärts ran

Wenn ein Spieler der gegnerischen Mannschaft nach einem Duell zweier Champions-League-Anwärter sagt, dass man in der Halbzeit „viel gelacht“ habe, hat wohl nur ein Team in den ersten 45 Minuten königlich gespielt. Am Samstag war das der VfB Stuttgart mit Jamie Leweling, der sich in der Pause nicht zuletzt über seine zwei Tore gefreut haben dürfte.

Statt des angepeilten Ausrufezeichens im Kampf um das Königsklassen-Ticket ist Leverkusen auf Rang vier abgerutscht und liegt nur noch drei Zähler vor dem Siebten. Damit der Ausrutscher im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres nicht zum Fehlstart wird, müssen in den nun folgenden drei Auswärtspartien überzeugende Leistungen her – die erste am besten am Dienstagabend beim Aufsteiger aus Hamburg (20.30 Uhr).

Es ist eine schwierige Mannschaft, insbesondere in Hamburg.

Bayer-Trainer Kasper Hjulmand über den HSV

Der HSV schwankt zwischen Abstiegskampf und Bundesliga-Mittelfeld, ist aber zum Leidwesen Bayers vor allem zu Hause eine Macht. Da haben die Hanseaten 14 ihrer insgesamt 16 Punkte geholt. Trotzdem ist Hjulmand froh, in Hamburg schnell die Chance zur Wiedergutmachung zu bekommen. Klar sei, dafür müsse man „natürlich unbedingt besser spielen“.

Schick wohl einsatzfähig – Abwehrchef Tapsoba hat Probleme

Auch wenn Hjulmand die Bedeutung einer guten Mannschaftsleistung hervorhebt, könnte die Rückkehr von Stürmer Patrik Schick ein wichtiger Faktor werden. Der Tscheche ist mit sechs Treffern Leverkusens bester Torschütze in der Liga und ist zurück im Training. Am Samstag war Schick kurzfristig wegen einer Muskelverletzung ausgefallen. Martin Terrier, der Schick in der Startelf ersetzte, blieb wirkungslos.

Was einen Einsatz des Tschechen angeht, wirkte Hjulmand am Montag etwas optimistischer als bei Abwehrchef Edmond Tapsoba. Der 26-Jährige war mit Burkina Faso beim Afrika-Cup im Achtelfinale ausgeschieden und steht wieder im Bayer-Training, „habe allerdings „noch ein bisschen Probleme“.

Vielleicht ist es noch ein bisschen zu früh.

Kasper Hjulmand zu einem Eoinsatz von Edmond Tapsoba

Sicher keine Option seien dagegen die Afika-Cup-Teilnehmer Ibrahim Maza (Algerien) und Christian Kofane (Kamerun). Beide sind zwar jeweils im Viertelfinale ausgeschieden, aber noch nicht zurück in Leverkusen, so Hjulmand. Da so ein großes Turnier „psychisch und mental eine große Belastung“ müsse er erst mit ihnen reden und sie auf dem Platz sehen.

Bayer beendet Auswärtsserie in Piräus

Mit Blick auf das nächste Auswärtsspiel am Samstag bei der TSG Hoffenheim (15.30 Uhr) dürfte der Kreis der Rückkehrer größer werden und mit ihnen vermutlich die Chancen auf ein „bessere Spiel“. Das wäre wichtig, weil Siege gegen Hamburg und vor allem den Tabellensechsten aus Hoffenheim wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation bringen würden.

In der Königsklasse beendet Leverkusen dann nächste Woche Dienstag seine Serie an Auswärtsspielen – bei Olympiakos Piräus. Wieder ein wichtiges Spiel für Bayer, da die Griechen sich noch Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen und für Bayer vom direkten Achtelfinaleinzug bis hin zum Ausscheiden nach der Ligaphase noch alles möglich ist.

Unsere Quellen:

  • Pressekonferenz Bayer Leverkusen vor dem Spiel beim Hamburger SV am 13.01.2026
  • Nachrichtenagenturen dpa und sid

Sendung: WDR.de, „Leverkusen vor schwieriger Auswärtsserie“, 12.01.2016, 20:19 Uhr

Westdeutscher Rundfunk