Schließungswelle in Sachsen
Warum immer mehr Apotheken für immer aufgeben
12.01.2026 – 17:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Apotheke in Dresden (Archivbild): Viele Händler in Sachsen kämpfen mit steigenden Betriebskosten. (Quelle: imago)
Der sächsische Apothekerverband meldet sinkende Apothekenzahlen. Fachleute warnen vor Konsequenzen für das Gesundheitssystem.
Sachsen hat in den vergangenen zehn Jahren 122 Apotheken verloren. Dies teilten der sächsische Apothekerverband und die Landesapothekerkammer mit.
2025 schlossen in Sachsen 18 Apotheken, während nur fünf neue eröffneten. Derzeit existieren im Freistaat noch 867 Apotheken.
Thomas Dittrich, Vorsitzender des Apothekerverbandes, erklärte: „Geschlossen haben vor allem jene Apotheken, die dem anhaltenden finanziellen Druck nicht mehr standhalten konnten.“ Für die verbleibenden Apotheken habe sich die wirtschaftliche Lage nicht verbessert.
Verband und Kammer kritisieren, dass das Honorar seit 2013 eingefroren sei. Gleichzeitig seien die Betriebskosten stark gestiegen.
Göran Donner, Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer, warnte vor möglichen Folgen. Eine Fortsetzung der Schließungswelle könnte zu einer stärkeren Belastung von Arztpraxen, Krankenhäusern und Krankenkassen führen.
