
Der britisch-deutsche Komponist und Klangkünstler Max Richter wird bei den 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Preis Berlinale-Kamera geehrt. Müller habe mit seinen Filmmusiken Maßstäbe gesetzt und die moderne klassische Musik geprägt, teilte die Berlinale am Montag mit.
Der seit 1986 vergebene Preis für Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Filmschaffen besonders verdient gemacht haben, werde am 18. Februar verliehen.
Richter kombiniere klassische Kompositionstechniken mit elektronischen Elementen, hieß es. Er erhielt unter anderem den Europäischen Filmpreis für „Waltz with Bashir“ (2008) und war für den Soundtrack von „Ad Astra“ (2019) für einen Grammy nominiert. Jüngst arbeitete Richter mit Oscar-Preisträgerin Chloe Zhao bei ihrem neuen Film „Hamnet“ zusammen. Die Regisseurin werde die Laudatio auf Richter halten.
„Gehört zu den großen zeitgenössischen Komponisten“
Als Künstler in der klassischen Musik veröffentlichte Richter etwa „The Blue Notebooks“ (2004). Seine mehr als achtstündige Klangreise „Sleep“ (2015) in die Welt des Schlafs gelte als eines der ambitioniertesten und kulturell bedeutendsten Projekte der klassischen Musik im 21. Jahrhundert, urteilte die Berlinale. „Max Richter gehört zu den großen zeitgenössischen Komponisten, und Filmfans können sich glücklich schätzen, dass er eine so ausgeprägte Leidenschaft für das Kino hat“, erklärte Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle.
Das Filmfestival findet vom 12. bis zum 22. Februar statt. Bereits im November wurde die Verleihung des Goldenen Ehrenbären an Michelle Yeoh bekannt gegeben.
Sendung: rbb|24, 12.01.26, 18:53 Uhr