Hannover. Schnee, Frost und Eisglätte: Der Schneesturm „Elli“ hat am Wochenende erhebliche Behinderungen im Regional- und Fernverkehr in Niedersachsen mit sich gebracht. Aufgrund eingefrorener Weichen und Schneeverwehungen fielen zahlreiche Züge aus und es gab Verspätungen. Am Montag hat sich die Lage weitgehend entspannt. Es kommt je nach Strecke jedoch noch zu Verspätungen – und auch zu Ausfällen.

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Der Blick auf die Anzeigetafel im hannoverschen Hauptbahnhof zeigt: Die Züge im Nah- und Fernverkehr fahren wieder weitgehend nach Plan. Vereinzelt fallen aber noch Verbindungen aus. Am Montagabend waren es der ICE nach Berlin, Bremen oder der IC nach Magdeburg.

Metronom-Züge fahren wieder

Metronom vermeldete einen „holprigen Start in den Tag“. Fahrgäste sollen daher unbedingt die elektronischen Fahrplanauskünfte prüfen und mehr Zeit einplanen. Der aktuelle Betrieb (Stand 21 Uhr) im Überblick:

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RE2 (Hannover Hbf <> Nordstemmen)

  • Der Metronom fährt hier mit zwei enno-Zugteilen.

Schienenersatzverkehr (Nordstemmen <> Banteln)

  • Der Ersatzverkehr mit Bussen wegen der Streckensperrung nach einer Zugentgleisung fährt unverändert.

RE2 (Banteln <> Göttingen)

  • Hier fahren wir zwischen Göttingen und Banteln. Geringe Verspätungen sind noch möglich.

RE3/RB31/RE2 (Hamburg Hbf <> Uelzen <> Hannover)

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  • Mittlere bis hohe Verspätungen wegen verschiedener Störungen in Uelzen. Kurzfristige Ausfälle sind noch möglich.

RE4/RB41 (Bremen Hbf <> Hamburg Hbf)

  • Geringe Verspätungen oder kurzfristige Ausfälle sind noch möglich.

Enno-Züge fahren zum Teil wieder

Der RE50 fährt seit Montag, 16.30 Uhr, zwischen Wolfsburg und Hildesheim wieder im Stundentakt, nachdem die Strecke aufgrund von gefrierenden Weichen gesperrt wurde. Auch der RE30 kann nach den größeren Einschränkungen am Montagvormittag zwischen Hannover und Wolfsburg wieder fahren. Verspätungen oder kurzfristige Ausfälle sind dennoch möglich.

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Erixx-Linien zurück auf der Strecke

Auch das Unternehmen Erixx meldet um 16 Uhr, dass der Betrieb auf der Erixx-Linie RB42/43 zwischen Bad Harzburg/Goslar, Vienenburg und Braunschweig wieder aufgenommen werden konnte. Für Reisende ab Goslar nach Braunschweig muss in Vienenburg umgestiegen werden. Der Zug aus Braunschweig fährt durch nach Goslar, Reisende nach Bad Harzburg müssen in Vienenburg umsteigen. So sieht es auf den anderen Linien aus:

  •  RE10 (Hannover Hbf <> Hildesheim Hbf <> Goslar <> Bad Harzburg): Die Züge fahren stabil, mit geringen Verspätungen.
  •  RB47 (Uelzen <> Gifhorn <> Braunschweig Hbf): Die Züge fahren stabil, mit geringen Verspätungen. Der Schienenersatzverkehr RB47 fällt am Montag von 15 bis 19 Uhr aus.

Westfalenbahn fährt ohne Ausfälle

Auch bei der Westfalenbahn gibt es kaum Probleme. Der RE60 zwischen Rheine und Braunschweig fährt mit leichten Verspätungen, aber ohne Ausfälle.

Zugverkehr in Hannover zwischenzeitlich eingestellt: Mitarbeitende und Fahrzeuge sollten geschützt werden

Die Deutsche Bahn (DB) hatte den gesamten Schienenverkehr im Großraum Hannover am Freitagmorgen eingestellt und nahm ihn am Mittag kurzzeitig und stückweise wieder auf. Am Abend folgte jedoch die Rolle rückwärts, die Züge blieben wieder stehen. Erst am Samstagmorgen wurde der Fernverkehr schrittweise wieder aufgenommen – starke Einschränkungen blieben aber.

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„Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich“, hieß es am Freitag seitens des Unternehmens. Dies sei notwendig gewesen, um Fahrgäste, Mitarbeitende und Fahrzeuge zu schützen. Die Züge werden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten. Die DB versorgt ihre Fahrgäste vor Ort und hat zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz. In Hannover stellt die DB Aufenthaltszüge bereit.

Die Deutsche Bahn hat die Zugbindung für alle Tickets aufgehoben, die bis einschließlich 7. Januar für Reisen zwischen dem 8. und 12. Januar gekauft wurden. Alle Fahrgäste, die ihre gebuchten Fahrten wegen des Wintersturms „verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen“. Die Karten gelten demnach für die Fahrten zum ursprünglichen Ziel – auch wenn sich die Route ändern sollte.

Regionalverkehr in Niedersachsen: Deutsche Bahn kehrt zur Normalität zurück

Aufgrund von Weichenstörungen und Schneeverwehungen im Zuge des Winterwetters stellte die Bahn ihren Betrieb im Regionalverkehr am Freitag größtenteils ein. Am Montag wurde der Bahnverkehr schrittweise wieder aufgenommen. Am Montagabend fuhr der Regionalverkehr der DB wieder auf allen Strecken.

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Wegen der Wetterlage kommt es aber weiterhin zu Verspätungen und Ausfällen. Die Bahn weiterhin alle Reisenden, ihre Verbindungen vor Fahrtantritt zu prüfen – entweder auf der Webseite, in der App oder über die telefonische Auskunft unter der kostenlosen, speziell wegen „Elli“ eingerichteten Sturm-Hotline (08000) 99 66 33. Für den Regionalverkehr gibt es zudem die Nummer (0511) 45 90 16 45. Ab Verspätungen von mehr als 60 Minuten am Zielort kann auch eine Entschädigung beantragt werden. Menschen, die dieses Wochenende lieber gar nicht mehr wegfahren wollen, können ihre Tickets zudem ohne Abzüge stornieren.

Nach Schnee und Eis: S-Bahn Hannover fährt weitestgehend wieder

Auch die S-Bahn Hannover ist seit Freitagmorgen von eingefrorenen Weichen unmittelbar betroffen gewesen. Erst im Verlauf des Samstags konnten die Linien sukzessive wieder starten. Am Montag macht noch die S3 Probleme und fällt weiterhin aus.Zwischen Lehrte und Hildesheim besteht ein Busnotverkehr (BNV). Ab Hannover Hannover besteht in Richtung Lehrte Anschluss mit der S7. Am Montag wurde zudem die S5 teilweise eingestellt. Mittlerweile fährt sie wieder normal, es kommt aber noch zu Folgeverspätungen.

Der Bus- und Bahnverkehr in der Stadt und der Region Hannover normalisiert sich langsam. Wie die Üstra am Montagabend mitteilte, werde am morgigen Dienstag der reguläre Fahrbetrieb wieder aufgenommen. Ab Betriebsbeginn sollen die Bus- und Stadtbahnlinien nach dem bekannten Fahrplan verkehren – allerdings noch mit Einschränkungen. Die Mitarbeitenden des Unternehmens arbeiten intensiv daran, alle Schäden, die durch die extreme Wetterlage entstanden waren, zu beheben. Sukzessive werden immer mehr und weitere Haltestellen in die Fahrwege integriert. So sollen die Linien fahren (Stand Montag, 19.30 Uhr)

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Stadtbahnen (alle Bahnen als Linie E):

  • Linie 1 (Teilstrecke): Berliner Allee – Peiner Straße
  • Linie 2 (Teilstrecke): Alte Heide – Peiner Straße
  • Linie 3 (Teilstrecke): Wettbergen – Oldenburger Allee (30-Minuten-Takt)
  • Linie 4 (Teilstrecke): Roderbruch – Marienwerder Wissenschaftspark
  • Linie 5: Stöcken – Anderten
  • Linie 6 (Teilstrecke): Steintor – Braunschweiger Platz (ggf. Umstieg Clausewitzstraße)
  • Linie 7: Misburg – Wettbergen 
  • Linie 8 (Teilstrecke): Hauptbahnhof – Peiner Straße
  • Linie 9 (Teilstrecke): Hauptbahnhof – Waterloo
  • Linie 10: Hauptbahnhof/ ZOB – Ahlem / Der Halt Harenberger Straße entfällt weiterhin
  • Linie 11 (Teilstrecke): Haltenhoffstraße – Clausewitzstraße, dann weiter bis Roderbruch
  • Linie 12: Hauptbahnhof – Ahlem / Der Halt Harenberger Straße entfällt. 
  • Linie 13: Fasanenkrug – Hemmingen
  • Eingestellt: Die Linie 17 fährt nicht. Die anderen Linien werden teilweise bedient, fahren jedoch oftmals die Endpunkte nicht an.

Auf den Linien 2, 3, 4, 6, 8, 9, 11 und 17 ist laut Üstra die Situation dynamisch, sodass es hier kontinuierlich zu Änderungen bzw. zur Inbetriebnahme weiterer Abschnitte kommen kann.

Busse: Was den Busbereich in der Stadt Hannover angeht, so werden alle Linien regulär bedient. Ausnahme ist die Linie 120. Hier entfällt die Haltestelle In der Steinbreite in Fahrtrichtung Aegidientorplatz. Außerdem entfallen die Haltestellen Schnepfenweg und Rebhuhnfeld in beiden Fahrtrichtungen.Im Umland Hannovers ist ebenfalls mit einem regulären Fahrtenangebot zu rechnen. Mit Einschränkungen und Verspätungen ist insgesamt aber nach wie vor zu rechnen. Beispielsweise fällt auf der Linie 581 die Haltestelle Velber/Am Wehrgraben aus. Die Erreichbarkeit der Schulen wird davon abhängen, inwieweit die Haltestellen in den Kommunen freigeräumt werden konnten.

Diese Meldung wird aktualisiert.

HAZ