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Urlaub in überfüllten Metropolen? Nein. 2026 ziehen vor allem kleinere spanische und italienische Trendreiseziele Touristen in ihren Bann.
München – Kaum ist der Skiurlaub in den Bergen vorbei, beginnt bei einigen Urlaubern bereits die Reiseplanung für 2026. In der Regel können Frühbuchende einiges sparen. Es gibt jedoch Zeiträume im Jahr, in denen Sie ihren Sommerurlaub besser nicht buchen. Wer zeitlich flexibler ist und die in der Regel teureren und überbuchten Sommermonate meiden möchte, kann aber Urlaubsziele anpeilen, die ganzjährig im Trend sind, und eine Städtereise machen.
Salamanca und Marbella in Spanien sowie Monopoli im italienischen Apulien gehören zu den beliebtesten Trendreisezielen 2026. (Collage) © Dreamstime/Imago
Hauptstädte wie Rom, Wien oder Paris stehen immer hoch im Kurs, aber auch Orte wie Palermo, Valencia oder Porto sind längst keine Geheimtipps mehr. Andere Urlaubsziele sollten hingegen tabu sein. Für 2026 zeichnet sich unter Urlauberinnen und Urlaubern eine Reihe von Destinationen ab, die einen enormen Zuwachs verzeichnen. Die Reiseplattform Omio hat auf Grundlage eigener Buchungsdaten die Top-Zehn-Trendreiseziele für 2026 untersucht. Das Ergebnis: Städte in Italien und Spanien führen das Ranking an.
Die zehn beliebtesten Trendreiseziele 2026: ganz viel Spanien und Italien
Vermehrt entscheiden sich Urlauberinnen und Urlauber bewusst für kleinere Destinationen, die fernab der klassischen Hauptstädte liegen. „Reisende hinterfragen zunehmend, was eine Städtereise wirklich unvergesslich macht. Anstatt sich automatisch auf die großen Hauptstädte zu konzentrieren, suchen sie nach Orten mit Charakter, erschwinglicheren Preisen und starker lokaler Identität. Sekundärstädte liefern oftmals genau das“, sagt Veronica Diquattro von Omio. Das Buchungsportal verzeichne im Vergleich der Jahre 2024 und 2025 demnach einen „Wandel in den Buchungsmustern in ganz Europa“.
Dominiert wird die Liste aber von Städten in den klassischen Urlaubsländern Spanien und Italien. Kein anderes Land findet Eingang in die Top-Zehn der Trendreiseziele. Das größte Buchungswachstum verzeichnete Salamanca in der spanischen Region Kastilien, etwa zwei Bahnstunden von der Hauptstadt Madrid entfernt. Marbella an der Costa del Sol, im Süden des Landes, rangiert auf dem zweiten Platz. Rang drei hingegen nimmt das italienische Monopoli in Apulien ein.
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Die Rangliste der Trendreiseziele laut Buchungsdaten von Omio:
- Salamanca, Spanien (+ 168 Prozent)
- Marbella, Spanien (+ 159 Prozent)
- Monopoli, Italien (+ 141 Prozent)
- Polignano a Mare, Italien (+ 127 Prozent)
- Alberobello, Italien (+ 122 Prozent)
- Matera, Italien (+ 89 Prozent)
- Bari, Italien (+ 88 Prozent)
- Murcia, Spanien (+ 77 Prozent)
- Santiago de Compostela, Spanien (+ 77 Prozent)
- Valladolid, Spanien (+ 68 Prozent)
Italienische Trendregion und Pilgerhauptstadt in Spanien – auch Hauptstädte bleiben weiter nachgefragt
Die süditalienische Region Apulien kann mit drei weiteren Städten in der Rangliste aufwarten: Polignano a Mare, das als „Perle der Adria“ gilt, Alberobello, berühmt für seine UNESCO-gelisteten Trulli-Häuser, und die allseits bekannte Regionalhauptstadt Bari. Ebenfalls weltbekannt und laut Omio unter den beliebtesten Trendreisezielen ist auch Santiago de Compostela.
Das Bestreiten des Jakobswegs mit dem berühmten Pilgerort als Endziel erfreut sich zunehmender Beliebtheit. 2025 knackte laut Zahlen des Pilgerbüros in Santiago de Compostela mit fast 531.000 Ankünften in der Hauptstadt der nordwestspanischen Region Galicien alle bisherigen Rekorde.
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Wer aber hofft, dass beliebte Großstädte in Frankreich, Spanien oder Italien wegen der Trendwende in diesem Jahr weniger überlaufen sein würden, könnte enttäuscht werden. Große Metropolen bleiben weiterhin stark nachgefragt, zeigt der Now-Next-Report der Buchungsplattform in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut YouGov.
Omio selbst beobachtete einen Buchungsanstieg in Zweitstädten um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Top-Städte um 15 Prozent zulegten. Auch dem Explore Worldwide Report zufolge ist aber klar, dass Urlauberinnen und Urlauber zunehmend Sekundärstädte ansteuern. Bleibt zu hoffen, dass neuen Trendreisezielen die andernorts auftretenden Leiden aufgrund des Massentourismus erspart bleiben. (Quellen: Pressemitteilung Omio, Now-Next-Report, Explore Worldwide Report) (jm)