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Deutschland und Indien wollen ihre Kooperation im Rüstungsbereich ausbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung der Verteidigungsministerien wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Ahmedabad unterzeichnet. 

Bisher wurden keine Verträge über konkrete Projekte abgeschlossen. Ein Vorzeigeprojekt dürfte aber der Bau von sechs U-Booten durch Thyssenkrupp Marine Systems auf einer Werft im indischen Mumbai werden. Das Geschäft über acht Milliarden Euro steht kurz vor dem Abschluss. 

Merz ist zum Auftakt seiner zweitägigen Indien-Reise vom indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi in dessen Heimatregion empfangen worden. Dass Modi den Kanzler in seiner Heimat empfängt, wird als Zeichen der besonderen Wertschätzung angesehen. 

Vor den politischen Gesprächen besuchten die Politiker eine frühe Wirkungsstätte des Nationalhelden Mahatma Gandhi in der Millionenmetropole Ahmedabad. Danach fuhren Merz und Modi zum traditionellen Drachenfestival, welches den Übergang vom Winter- zum Sommerhalbjahr markiert. 

Deutschland will Indiens Abhängigkeit von Russland minimieren

Bei den Gesprächen zwischen Merz und Modi ging es neben den Rüstungskooperationen auch um den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen sowie Russland. Indien pflegt enge Beziehungen sowohl zu westlichen Partnern als auch zu Russland.

Einer aktuellen Statistik des Friedensforschungsinstituts Sipri zufolge gilt Indien als größter Rüstungsimporteur der Welt. Zwischen 2019 und 2023 bezog das Land dabei immer noch 36 Prozent seiner Rüstungsgüter aus Russland. Die Tendenz ist rückläufig. Deutsche Rüstungsexporte nach Indien könnten so auch die Abhängigkeit Indiens von russischen Rüstungslieferungen lösen. 

© Lea Dohle

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Erst im Dezember besuchte der russische Präsident Wladimir Putin Indien. Modi begrüßte Putin am Flughafen mit einer innigen Umarmung. Indien bezieht einen Großteil seines Öls aus Russland, das wiederum die Einnahmen in den Angriffskrieg gegen die Ukraine steckt.

Unterzeichnung von 27 Absichtserklärungen und Ankündigungen

Indien hat die russische Invasion, anders als die meisten Länder in der UN-Vollversammlung, nicht verurteilt. Andererseits könnte Modi mit seiner Beziehung zu Putin an den diplomatischen Bemühungen um ein Kriegsende mitwirken. 

Am Rande der Gespräche zwischen Merz und Modi wurden insgesamt 27
Absichtserklärungen und Ankündigungen unterzeichnet. Darin ging es von der
Zusammenarbeit beim Abbau Seltener Erden über die Förderung des
Hockey-Nachwuchses beider Länder bis zur Anwerbung von Fachkräften für
das deutsche Gesundheitssystem.

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