Das ist alles andere als trivial. Dahinter steckt das sogenannte „Beyond GDP“-Konzept, das Wohlstand und Wohlbefinden nicht nur nach dem Bruttoinlandsprodukt (englisch GDP) definiert, sondern unter der Berücksichtigung „ökologischer Nachhaltigkeit, soziale Inklusion, Lebensqualität und generationenübergreifende Gerechtigkeit“, wie es die EU definiert. Und die hat Wohlbefinden sogar als Kernkonzept in einem der EU-Verträge verankert: „Das Ziel der Union ist es, den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen ihrer Bevölkerung zu fördern“ (Vertrag über die Europäische Union, Artikel 3(1)).
Ob das die Stadt Halle glücklicher macht, ist noch nicht klar. Zumindest nicht sofort. Denn die Veranstaltung ist für ein Fachpublikum und die Arbeitssprache ist Englisch. Aber vielleicht wirken die Diskussionen um Wohlbefinden und Glück nach. Ein Höhepunkt ist laut den Veranstaltern die Keynote von Katarzyna de Lazari-Radek, Professorin für Philosophie an der Universität Łódź (Polen), die auch in den USA an der Columbia University lehrt und sich seit 20 Jahren mit dem Thema Wohlbefinden, Glück und Vergnügen beschäftigt. In ihrem Vortrag, so die Ankündigung, wird sie zentrale ethische und philosophische Perspektiven auf ein gutes Leben diskutieren.