Taiwan und die USA haben einen „breiten Konsens“ in ihren Gesprächen über Zölle erzielt und diskutieren derzeit über einen Zeitplan für ein abschließendes Treffen, teilte Taipeh am Dienstag mit. Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle sagte, eine Ankündigung könnte noch bis Ende des Monats erfolgen.
Die Regierung Taiwans hatte im Dezember erklärt, dass sie anstrebe, die Zölle auf taiwanische Exporte in die USA von 20% auf 15% zu senken.
Als bedeutender Halbleiterproduzent betonte Taiwan wiederholt, dass sein Angebot an die USA auch Unterstützung bei der Nachbildung des Erfolgs der Insel beim Aufbau von Technologieclustern rund um spezialisierte Wissenschaftsparks umfasse.
Wie die New York Times am Montag berichtete, steht die Trump-Regierung kurz vor einem Handelsabkommen mit Taiwan, um den Zollsatz auf 15% zu senken. Zudem solle der Chiphersteller TSMC zusagen, mindestens fünf weitere Anlagen in Arizona zu errichten.
Als Reaktion auf den Bericht erklärte das Amt für Handelsverhandlungen Taiwans, das Ziel sei stets eine Senkung des Zollsatzes gewesen.
„Taiwan und die Vereinigten Staaten haben einen breiten Konsens zu den relevanten Themen erzielt“, hieß es, ohne Einzelheiten zu nennen. „Beide Seiten diskutieren derzeit über den Zeitplan für ein abschließendes Treffen.“
Eine mit den Gesprächen vertraute Person, die gegenüber Reuters unter der Bedingung der Anonymität sprach, da die Angelegenheit sensibel ist, sagte, eine Vereinbarung könnte noch vor Ende Januar bekannt gegeben werden.
„Es geht jetzt nur noch darum, alle letzten Details zu klären“, fügte die Quelle hinzu, ohne weitere Angaben zu machen.
Das Büro des US-Handelsbeauftragten reagierte außerhalb der regulären Geschäftszeiten in Washington nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.
TSMC lehnte es ab, zu kommentieren, ob das Unternehmen zusätzliche Investitionen in den USA tätigen werde, zusätzlich zu den bereits zugesagten 165 Milliarden US-Dollar.
Halbleiter aus Taiwan unterliegen nicht den US-Zöllen.