Der Angeklagte steht im Gerichtssaal beim Mordprozess nach der Tötung einer jungen Frau.

Stand: 13.01.2026 07:23 Uhr

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau in Hemmingen (Region Hannover) hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Das Urteil soll am 23. Januar fallen.

Die Anklage sieht die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe als erfüllt an, teilte ein Sprecher des Landgerichts Hannover mit. Der Verteidiger beantragte eine Verurteilung, nannte jedoch kein konkretes Strafmaß. Der 31-Jährige steht wegen Mordes vor Gericht. Er war der frühere Nachbar der getöteten 26 Jahre alten Frau.

Arnum: Zwei Polizisten stehen vor einem Mehrfamilienhaus in der Gemeinde Hemmingen.

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Nachbarn fanden die schwerverletzte Frau im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses. Sie starb nach dem Eintreffen der Rettungskräfte.

Angeklagter spricht vor Gericht von „Psychoterror“

Der Angeklagte soll sich im vergangenen Juli Zutritt zur Wohnung der 26-Jährigen verschafft und mehrfach mit einem Jagdmesser auf sie eingestochen haben. Dabei wurden Brust, Oberbauch und auch das Herz verletzt. Die Frau starb noch am Tatort an inneren Blutungen. In einer selbst verlesenen Erklärung sprach der 31-Jährige vor Gericht von „Psychoterror„. Seit seinem Einzug in das Haus habe er unter Lärm und Zigarettenrauch des Vermieters der Frau – sie war Untermieterin – gelitten, der ihn zudem bedroht habe. Eine Anzeige habe keine Konsequenzen gehabt. Er berichtete von Depressionen, Schlafmangel und dem Verlust seines Arbeitsplatzes. Auch habe er versucht, sich das Leben zu nehmen. Seit Juni habe er die Wohnung kaum noch verlassen, Hass und Verzweiflung hätten zugenommen. „Ich habe die Kontrolle über mich selbst verloren“, sagte der Angeklagte. Der Mann wurde kurz nach der Tat festgenommen und legte ein Geständnis ab.

Arnum: Zwei Polizisten stehen vor einem Mehrfamilienhaus in der Gemeinde Hemmingen.

Nach dem gewaltsamen Tod der Frau ist das Motiv noch immer unklar. Der Verdächtige schweigt, im Internet kursieren Gerüchte.

Hannover: Ein Angeklagte sitzt im Gerichtssaal bei einem Mordprozess nach der Tötung einer jungen Frau.

Der Angeklagte soll seine Nachbarin in Hemmingen erstochen haben. Vor Gericht äußerte er sich erstmals zum Motiv.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 13.01.2026 | 06:30 Uhr