Minneapolis (USA) – Hedgefonds-Manager Bill Ackman (59) hat 10.000 Dollar an jenen ICE-Beamten überwiesen, aus dessen Waffe die tödlichen Schüsse auf eine Frau in Minneapolis abgefeuert wurden. Das Geld ging an eine GoFundMe-Kampagne zur Unterstützung des Beamten und löst in sozialen Netzwerken teils heftige Kritik aus.
Ackman ist kein Unbekannter, der Milliardär zählt zu den mächtigsten Investoren der Wall Street. Mit spektakulären Wetten machte er ein Vermögen (laut „Forbes“-Schätzung von 2025 rund 9 Milliarden Dollar), in der Öffentlichkeit gibt er sich gern als Philanthrop. Ackman mischt sich auch in politische und gesellschaftliche Debatten ein: Während er früher die Demokraten unterstützte, wechselte er 2024 ins Lager von Donald Trump (79), der im Wahlkampf 2024 unter anderem mit einer harten Linie gegen illegale Migration mobilisierte.

Auf einem mobilen Display fordern Anti-ICE-Protestler die Festnahme und Bestrafung von Jonathan Ross (43)
Foto: Tim Evans/REUTERS

Für die Unterstützer von Renee Nicole Good (†37) ist klar: Die Mutter wurde ermordet
Foto: picture alliance / Pacific Press
Der tödliche Vorfall in Minneapolis hat die hitzige Debatte weiter angefacht: Dort erschoss Jonathan Ross (43), Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE, die 37-jährige Renee Nicole Good, Mutter von drei Kindern. Die Frau starb noch am Einsatzort. Nach Darstellung der Behörden soll sie mit ihrem Auto auf die Beamten zugefahren sein. Angehörige und Unterstützer widersprechen: Für sie ist Good ein weiteres Opfer staatlicher Gewalt. Derweil laufen die Ermittlungen weiter, eine Anklage gibt es bislang nicht.
So verteidigt der Milliardär seine Spende
Ackman verteidigt seine Spende, beruft sich auf den Grundsatz „unschuldig bis zum Beweis der Schuld“ und spricht von einer Tragödie. Gleichzeitig erklärt er, auch der Familie der getöteten Frau helfen zu wollen. Doch eigenen Angaben zufolge kam er zu spät: Die Spendenkampagne für das Opfer sei bereits geschlossen gewesen. Auf dem GoFundMe-Konto für die Hinterbliebenen von Nicole Good waren innerhalb kurzer Zeit mehr als 1,5 Millionen Dollar eingegangen.
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Der Organisator der GoFundMe-Seite für Ross – laut US-Medien nicht mit dem ICE-Beamten bekannt – bezeichnet die Spendenkampagne für Good als „Medien-Unsinn über einen inländischen Terroristen“. Nachdem Milliardär Ackman sich auf X zu seiner Spende bekannt hatte, schnellten die Spenden dort in die Höhe. Stand Montag, 11 Uhr: 348.000 Dollar. Die höchste Spende stammt von Bill Ackman. In einem Update erklärt der Organisator, alle Spenden würden zurückerstattet, falls er bis zum 9. März keine Rückmeldung von Ross‘ Familie erhalte.
Neues Video aufgetaucht: Das geschah wirklich vor den Todesschüssen von Minneapolis
Quelle: BILD, Reuters10.01.2026