Die Ukraine hat die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA vergeben. Dies gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Zudem sollen die Beziehungen zu Washington vertieft werden. Die ukrainische Regierung erteilte die Entwicklungsrechte für den Standort Dobra in der zentralen Region Kirowohrad an die Dobra Lithium Holdings, wie Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko am Montag über den Nachrichtendienst Telegram mitteilte.
Im Rahmen der Vereinbarung zur Produktionsteilung wird das Unternehmen eines der größten Lithium-Vorkommen der Ukraine erschließen und die Förderung mit dem ukrainischen Staat teilen. Lithium ist ein wichtiges Metall, das unter anderem für Batterien von Elektroautos benötigt wird, weshalb man es auch als „weißes Gold“ bezeichnet. Hinter dem Projekt stehen die Firmen TechMet und Rock Holdings. Es soll Investitionen von mindestens 179 Millionen Dollar anziehen. TechMet wird nach Angaben der US-Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft DFC von der US-Regierung unterstützt.
Einem Bericht der Zeitung „New York Times“ zufolge gehört der Milliardär Ronald S. Lauder, ein enger Freund und Vertrauter Trumps, zu den Investoren. Lauder ist der Erbe des Kosmetikimperiums Esteé Lauder. Er war unter der Regierung von Ronald Reagan US-Botschafter in Wien, seit 2007 steht er dem Jüdischen Weltkongress vor.
Die USA haben den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der modernen Mittelstreckenrakete Oreschnik verurteilt. „Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden“, sagte die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg.