Eine große Suchaktion spielte sich am Samstag in den Allgäuer Alpen ab. Wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg vermeldete, lösten ein 55-jähriger deutscher Freerider und sein 13-jähriger Sohn gegen 11.37 Uhr im freien Skiraum im Bereich „Ifen-Kellerloch“ ein Schneebrett aus.

Vorarlberg: Freerider aus Deutschland lösen Lawine aus

Die Beiden seien im nicht organisierten Skibereich, also nicht auf präparierten Pisten unterwegs gewesen, hieß es von der LPD aus Bregenz. Die Lawine sei 200 Meter lang und 70 Mete breit gewesen. Vater und Sohn wurden von den Schneemassen nicht mitgerissen und blieben unverletzt.

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Die Behörden konnten jedoch nicht ausschließen, dass andere Wintersportler durch die Lawine im Kleinwalsertal nahe Mittelberg verschüttet wurden. Deswegen lösten sie einen Großeinsatz aus. Einsatzkräfte der Bergrettung flogen mit drei Hubschraubern in das Gebiet auf rund 1900 Metern Höhe über dem Meeresspiegel.

Kleinwalstertal: Bergretter rücken wegen Lawine aus

Laut LPD durchsuchten zwei Lawinenhunde der Vorarlberger Lawinenhundestaffel den entstandenen Lawinenkegel, anschließend setzten Sondier-Mannschaften die Suche fort. Die Maßnahmen blieben jedoch ergebnislos, ferner hätten Augenzeugen keine Hinweise auf möglicherweise Verschüttete geben können, weswegen die Bergretter den Einsatz beendeten.

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Den Angaben zufolge waren 40 Kräfte der Bergrettung mit zwei Lawinenhunden sowie 15 Mitglieder der Feuerwehren Riezlern und Mittelberg, die Pistenrettung Ifen, drei Hubschrauber-Besatzungen und zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Kleinwalsertal im Einsatz und an der Suchaktion beteiligt. Für den Bereich, in dem in den Allgäuer Alpen das Schneebrett runterging, war zwischenzeitlich die Lawinengefahrenstufe 4, also groß, ausgegeben.

Lawinen in Österreich: Schneebrett erfasst zwei Männer in Vorarlberg

Immer wieder kommt es derzeit in österreichischen Skigebieten zu Lawinen. So wurden zum Beispiel am Samstagmorgen laut Vorarlberger Polizei zwei deutsche Skifahrer im freien Skiraum am Trittkopf oberhalb von Zürs von einer Lawine erfasst und verletzt. Sie hatten demnach einen etwa 40 Grad steilen Hang auf rund 2350 Metern Seehöhe gequert, als sich ein Schneebrett löste. Die beiden verletzten Männer wurden mithilfe von Notarzthubschraubern gerettet und in ein Krankenhaus gebracht.