Die Nachricht war ein großer Schock für Braunschweig: Die traditionsreiche Brauerei Oettinger schließt! Nur wann?

Nun gibt es eine neue Entwicklung: Für Braunschweig bedeutet das zwar keinen Erhalt der Bierproduktion – doch das endgültige Aus verzögert sich erneut.

Braunschweig bleibt – allerdings ohne Bier

Oettinger hält am Standort Braunschweig trotzdem fest. Allerdings nicht mehr als Brauerei. Künftig soll dort trotzdem kein Bier mehr produziert werden. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber „Bild“: „Braunschweig bleibt für uns ein wichtiges Logistikzentrum.“ Die Bierproduktion werde aber an andere Standorte verlagert. „Das ist ein fließender Prozess, der sich bis ins neue Jahr ziehen wird“, so der Sprecher gegenüber „Bild„.

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Ursprünglich war geplant, die Brauerei in Braunschweig im Frühjahr 2026 zu schließen. Dieser Termin wurde später auf Ende 2025 vorgezogen. Nun kehrt Oettinger jedoch wieder zum ursprünglichen Zeitplan zurück. Die Produktion läuft damit länger als zuletzt angekündigt. Dies ändert jedoch nichts am grundsätzlichen Beschluss, den Standort Braunschweig als Brauerei aufzugeben. Mit den Mitarbeitenden wird hier Ping Pong gespielt.

Massive Folgen für Beschäftigte

Für die Belegschaft bleibt die Lage dramatisch. Rund 110 der aktuell 120 Beschäftigten in Braunschweig werden durch die Schließung ihren Arbeitsplatz sicher verlieren. Zehn Mitarbeiter sollen künftig im Logistikbereich eingesetzt werden.

Oettinger nennt einen starken Absatzrückgang als Hauptgrund. Auch die steigenden Energiepreise spielten eine Rolle. In den vergangenen Monaten haben mehrere Brauereien in Deutschland Insolvenz angemeldet. Allein in diesem Jahr ging der Absatz um bis zu 7,5 Prozent zurück, besonders die Generation Z bereitet der Branche Sorgen, da sie weniger Bier trinken sollen als vorherige Generationen.

Keinen Investor gefunden

Firmenchef Stefan Blaschak treibt seit zwei Jahren einen strikten Sanierungskurs voran, nun ist Braunschweig betroffen. Oettinger will sich von einer klassischen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkeunternehmen entwickeln.

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Dass ausgerechnet Braunschweig betroffen ist, liege auch am Alter der Anlagen. Zuvor hatte Oettinger nach einem Investor gesucht und zwischenzeitlich soll auch ein Getränkeproduzent Interesse am 1871 gegründeten Standort gezeigt haben. Laut Brauerei scheiterte die Übernahme. News38 erfuhr aus internen Kreisen jedoch, dass sich besagter Investor lediglich für die Anlagen interessierte – die ja offensichtlich schon sehr alt sind.