Kiel. Der Tarifstreit geht weiter: Für Mittwoch, 14. Januar, ruft die Gewerkschaft Verdi die Landesbeschäftigten des öffentlichen Dienstes in Schleswig-Holstein zu einem Warnstreik auf. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beteiligt sich in der Region Kiel am Streik.
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Betroffen ist unter anderem das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) an den Standorten Kiel und Lübeck, wo viele Beschäftigte am Mittwoch ihre Arbeit niederlegen werden.
UKSH auf Streik vorbereitet
„Das UKSH ist in solchen Situationen erfahren und organisatorisch vorbereitet, die Abläufe sind eingespielt“, sagte ein Sprecher des Klinikums. Für den Streiktag wurde eine Notdienstvereinbarung mit Verdi geschlossen. „Die Notfall- und Akutversorgung an beiden Standorten ist gesichert“, so der Sprecher.
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Im planbaren Bereich, insbesondere bei nicht dringend notwendigen Eingriffen, könne es aber zu Anpassungen kommen. Betroffene Patientinnen und Patienten werden demnach bei möglichen Terminverschiebungen individuell informiert.
Gestreikt wird nach Angaben von Verdi auch im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und weiteren Landesämtern. Ebenfalls betroffen ist die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH).
Streik betrifft einige Kitas in Kiel
Die GEW ruft derweil ihre Mitglieder in den Schulen und Einrichtungen in den Städten Kiel und Neumünster sowie den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde im Geltungsbereich des Tarifvertrags der Länder zum Streik auf. Davon betroffen sind in Kiel beispielsweise vier Kitas, die vom Studentenwerk betrieben werden. Auf die städtischen Kitas hat der Streik keinen Einfluss.
An den Hochschulen könnten einige wissenschaftliche Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen. Geringe Folgen dürfe es in den Schulen geben, weil die meisten Lehrerinnen und Lehrer verbeamtet sind und nicht mitstreiken dürfen. Tarifbeschäftigte Lehrkräfte halten sich zudem bei Streiks in der Regel zurück.
Laut Verdi werden am Mittwoch insgesamt rund 2000 Streikende erwartet. An verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein wird es Kundgebungen geben, die wohl größte in Kiel.
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Protest vor dem UKSH in Kiel
Ab 10 Uhr wird der Protestzug am Gewerkschaftshaus in der Legienstraße in Kiel starten und dann mit Zwischenstopps vor der GMSH am Jensendamm und dem Bildungsministerium in Richtung UKSH in Kiel ziehen. Dort soll es gegen 11 Uhr eine Abschlusskundgebung geben.
Verdi und Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Gehalt für den öffentlichen Dienst, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder weist die Forderungen als unbezahlbar zurück.
Der Auftakt der Tarifverhandlungen im Dezember war ergebnislos verlaufen. Am 15. Januar startet die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam.
KN