Denn eine Frage, die auch in der neuen Legislaturperiode alle Beteiligten umtreibt, ist: „Wie kriegen wird die Kinder versorgt?“, erklärt Bezirksbürgermeister Andreas Bialas (SPD).

Fest steht, dass der Bereich Hilgershöhe in Bezug auf die Anzahl der Schülerinnen und Schüler nicht weiter verdichtet wird, so Bialas im Gespräch mit der WZ. Aber nicht nur dort sei der Druck groß. „Wir haben schon in vielen Bereichen die Klassenstärken ausgereizt“, erklärt er. Dadurch, dass die Stadt Remscheid nun auch keine Kinder aus Herbringhausen mehr aufnimmt, habe sich die Situation weiter verschärft. Darüber hinaus seien auch Schulen abgerissen worden, auch vor dem Hintergrund von Prognosen, die sich als unzuverlässig herausstellten. So sei im Bereich der Meininger Straße vor einiger Zeit eine Schule abgerissen worden. Nun sei es zwar Neubaugebiet, aber „wir haben vor ein paar Jahren Schulen vernichtet und die brauchen wir hier nun dringend“, so Bialas. „Die müssen wir nun bauen und bauen dauert länger als abreißen.“

Beim OGS-Ausbau ist
noch immer viel zu tun

Auch beim Ausbau des Offenen Ganztags gebe es noch viele offene Baustellen. „Da sind wir sehr schlecht im Stadtbezirk aufgestellt.“ Vor allem betroffen sei die Grundschule Windthorststraße. Dort müsse eine Lösung her. Zunächst gab es die Vision, in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr, die das Schulgelände ebenfalls nutzt, eine Mensa und Verteilerküche einzurichten. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings an hygienischen und räumlichen Vorgaben.

Geplant sei daher nun, in Containerbauweise OGS-Plätze an der Henkelsstraße zu realisieren, vor dem Vereinshaus des LTV (Langerfelder Turnverein). Das seien für die Kinder rund 100 Meter Fußweg. „Da prüfen wir nun, wie weit und wie schnell wir das umgesetzt bekommen, hoffentlich innerhalb der nächsten zwei Jahre“, erzählt Bialas. „Dann kann die Stadt mal zeigen, was sie kann.“

Auch der Ausbau der Kita-Plätze ist weiterhin ein Thema, das die Stadtteilpolitiker beschäftigt. „Da sehen wir ziemlich schlecht aus, nicht nur in Langerfeld, sondern auch in Beyenburg.“ Ihm schwebt ein Bau an der Straße Am Kriegermal vor. Dort wird eine neue Turnhalle errichtet. Allerdings, rechne das Gebäudemanagement Wuppertal (GMW) für den Bau einer solchen Halle schnell mit 3,5 Millionen Euro. „Und dann ist alles klar, es läuft schon mal wieder in die falsche Richtung.“

Darüber hinaus betont Andreas Bialas die Wichtigkeit der Sportförderung vor Ort. Dabei geht es vor allem, aber nicht nur, um den Ausbau der Sportanlagen im Bezirk. Oftmals nach sportlichen Großereignissen wie etwa Olympia oder auch Fußballweltmeisterschaften käme schnell die Kritik, dass es nicht genug Talente oder Leistungssportler gebe beziehungsweise diese nicht ausreichend gefördert wurden. Dazu sagt Andras Bialas: „Wir müssen frühzeitig mit Sport in den Schulen anfangen und bereits bereits auch schon in der Kita“. In Kindergärten und Kindertagesstätten gebe es schon künstlerisch-musikalische Ausbildungen, aber verstärkt sollte auch eine sportliche Ausbildung in den Kitas forciert werden. „Und dafür müssen in der unmittelbaren Örtlichkeit Sportstätten geschaffen werden.“

Hinsichtlich der sportlichen Angebote schwebt dem Bezirksbürgermeister ein „Laufparadies“ in Langerfeld und Beyenburg vor. „Wir haben hier viel Wald und Wege. Das können wir nutzen. Wenn man die Laufstrecken ausweist, die Rundwege, die Höhenmeter. Dan könnte man auch einen Trimmdich-Pfad hinsetzen“. Ideen gibt es also genug, um den Bezirk als Ziel für die Outdoor-Sportbegeisterten noch attraktiver zu machen.

An Baustellen mangelt es in Langerfeld und Beyenburg wahrlich nicht. Zwar ist es ein schwieriger Weg, aber kein unbezwingbarer. „Hier im Bezirk sind wir politisch relativ schnell geeint, können unsere Forderungen darstellen und sinnvolle Vorschläge machen und uns da gemeinsam auf den Weg machen“, lobt Bialas die Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung, aber auch in den Vereinen und sozialen und kulturellen Trägern.