Neue Schockzahlen zum Volumen iranischer Waffenexporte nach Russland, die nicht nur das finanzielle Überleben des Mullah-Regimes sicherstellen, sondern auch fast ausnahmslos in Richtung Ukraine verschossen werden.

Die Mullahs im Iran haben Russland nach Überzeugung westlicher Geheimdienste seit Ende 2021 mit Raketen, Drohnen und Munition in Milliardenhöhe versorgt – und damit den verbrecherischen Krieg von Wladimir Putin gegen die Ukraine unterstützt. Allein Raketen im Wert von rund 2,3 Milliarden Euro verkaufte der Iran an Russland. Hinzu kommen andere Waffen.

Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) und der iranische Präsident Masoud Peseschkian posieren bei ihrem Treffen am 11. Oktober 2024 in Aşgabat, Turkmenistan

Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) und der iranische Präsident Masoud Peseschkian posieren bei ihrem Treffen am 11. Oktober 2024 in Aşgabat, Turkmenistan

Foto: AP

Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Bloomberg mit Verweis auf mehrere nachrichtendienstliche Quellen:

  • Konkret soll Putins Regime seit Oktober 2021 – also nur wenige Monate vor dem Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine – mehrere Hundert ballistische Kurzstreckenraketen Fath-360, 500 Raketen anderer Typen und 200 Flugabwehrraketen aus dem Iran gekauft haben. Gesamtwert: knapp 3 Milliarden Euro.
  • Zudem habe der Iran Russland mehrere Millionen Schuss Munition und Artilleriegranaten geliefert. Die Geheimdienste betonen, dass dies nicht das gesamte Beschaffungsvolumen Moskaus in Iran abbildet – weitere, bislang nicht bekannte Lieferungen seien zusätzlich abgeschlossen worden.
  • Ein weiterer Baustein im Terror-Handeln zwischen Teheran und Moskau seien Shahed-136-Angriffsdrohnen: Teheran habe diese nicht nur verkauft, sondern auch Produktionstechnologien geteilt. Der entsprechende Vertrag soll demnach rund 1,5 Milliarden Euro betragen haben.

Insgesamt, so die Geheimdienst-Schätzung, habe Russland seit Ende 2021 umgerechnet mehr als 3,8 Milliarden Euro für iranische Militärgüter ausgegeben.

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Experten sehen die Waffengeschäfte zwischen dem Mullah- und dem Putin-Regime als lebenswichtig für beide Unrechtsstaaten. Kämen sie zum Erliegen, würde Teheran wertvolle Einnahmen verlieren (zum Vergleich: Das jährliche Exportvolumen des Irans nach Russland ist viermal so hoch wie das nach Deutschland) und Putin eine wichtige Quelle für Waffen gegen die Ukraine, die Russlands Kriegswirtschaft selbst nicht produzieren kann.