15 Jahre lang hat Winfried Hermann die Verkehrspolitik im Land geprägt. Zum Abschied bleibt ihm Stuttgart 21 erspart. Er hinterlässt große Fußstapfen – und eine ambivalente Bilanz.
Ein aus seiner Sicht wohl besonders bitterer Kelch geht an Winfried Hermann vorüber. Dank des Unvermögens der Deutschen Bahn bleibt es dem Landesverkehrsminister Winfried Hermann erspart, von Amts wegen Stuttgart 21 in Betrieb nehmen zu müssen. Seine Zeit als Ressortchef endet mit der Bildung der nächsten Landesregierung nach der Wahl im März 2026. Wann die Ewigkeitsbaustelle zu einem Ende gelangt, lässt sich hingegen nicht sagen. Nicht einmal von Hermann, der wenig von dem Projekt hält und noch weniger von der Prognosefähigkeit der Deutschen Bahn.