LogoMainz / Ludwigshafen – Schmitt: Unternehmensnachfolge darf nicht zum Risiko für Wachstum werden

Zu den Erbschaftsteuer-Plänen der SPD äußert sich Daniela Schmitt MdL, die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der FDP Rheinland-Pfalz:

„Die SPD spielt unter dem Etikett ‚Gerechtigkeit‘ mit der Substanz unserer Wirtschaft. Mitten in einer Phase hoher Energiepreise, lähmender Bürokratie und massiven Fachkräftemangels wird über höhere Erbschaftsteuern für Familienunternehmen diskutiert. In einem Hochsteuerland wie Deutschland ausgerechnet jetzt die Unternehmensnachfolge zu verteuern, ist ein Risiko für Wachstum, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit.

In Rheinland-Pfalz sind über 99 Prozent der Betriebe mittelständisch geprägt, viele seit Generationen in Familienhand. Das sind keine gesichtslosen Konzerne, sondern Bäckereien, Maschinenbauer, Winzer oder der Handwerker von nebenan – Arbeitgeber vor Ort, Ausbilder und Innovationsmotoren. Wer ihre Nachfolge verteuert, greift ihre Substanz an: weniger Investitionen, geringere Wettbewerbsfähigkeit und im Zweifel weniger Arbeitsplätze. Die Rechnung zahlen am Ende nicht ‚die Reichen‘, sondern Beschäftigte, Regionen und ganze Wertschöpfungsketten.

Die vorgesehenen Freibeträge sind selbst für kleinere Betriebe knapp bemessen. Für größere, international tätige Familienunternehmen können diese Pläne existenzbedrohend sein. Ökonomen und Wirtschaftsverbände warnen zu Recht. Denn das Vermögen steckt meist im Betrieb – in Maschinen, Gebäuden, Forschung und Arbeitsplätzen. Wer Nachfolge zum Kassensturz macht, zwingt Unternehmen zu Verkäufen, Zerschlagungen oder Abwanderung. Hier werden jungen Unternehmern nicht Hürden aufgebaut, sondern Abgründe aufgerissen.

Diese Debatte zeigt das politische Versagen von SPD und Union auf Bundesebene. Trotz Rekordschulden sollen Unternehmen und Beschäftigte noch stärker belastet werden – Maß und Mitte sind dabei verloren gegangen, jeder verdiente Euro wird bereits heute vielfach besteuert. Hier ist die Union in der Pflicht, diese Pläne zu stoppen. Mit der FDP hätte es eine solche Debatte nicht gegeben – und genau daran sieht man, wie sehr eine Stimme für wirtschaftliche Vernunft, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit fehlt.“
FDP Rheinland-Pfalz

Zuletzt aktualisiert am 13. Januar 2026, 18:35