Jede zehnte Schule in Köln

Hunderte Schulleiter in NRW fehlen – Lage an Grundschulen prekär

13.01.2026 – 17:01 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Klassenzimmer in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild): In Köln sind derzeit mehr als 30 Schulleitungen nicht besetzt. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara)

Der Lehrermangel in Nordrhein-Westfalen hat auch Auswirkungen auf die Führungsebene. In Köln sind mehr als 70 Führungspositionen unbesetzt.

In den Schulen in Köln und Nordrhein-Westfalen sind etliche Führungspositionen unbesetzt. Derzeit fehlen im gesamten Bundesland 1.167 Schulleiter oder Konrektoren. Das geht aus aktuellen Zahlen der Landesregierung vor, die der Kölner Redaktion von t-online vorliegen. NRW-weit ist damit fast jede achte Stelle in der Führungsebene unbesetzt, teilweise bereits seit mehr als sechs Monaten.

Die FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen hatte die Zahlen durch mehrere Kleine Anfragen beim NRW-Bildungsministerium abgefragt. Besonders hoch ist demnach die Zahl der Stellen, die bereits seit mehr als sechs Monaten unbesetzt sind. In Köln sind derzeit 31 Schulleitungen unbesetzt, 21 davon seit mehr als einem halben Jahr. Das entspricht einem Anteil von rund 11,3 Prozent.

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Wenn Leitungsstellen monatelang unbesetzt bleiben, führt das zu Überlastung im Kollegium und zu organisatorischem Stillstand – zulasten der Bildungsqualität.

Franziska Müller-rech

Die meisten der offenen Stellen gibt es an Grundschulen, dort sind alleine 20 Stellen unbesetzt. Franziska Müller-Rech, schulpolitische Sprecherin der FDP, sieht die Situation landesweit an Grundschulen besonders kritisch: „Dort sind Leitungsfunktionen unattraktiv, weil Verantwortung und Arbeitsbelastung in keinem Verhältnis zur Vergütung stehen.“ Sie fordert unter anderem eine bessere Vergütung für Schulleitungen.

Neben den unbesetzten Schulleitungsposten sind auch etliche Vertretungen im Stadtgebiet offen. So fehlen in Köln derzeit 42 Konrektoren oder Vertretungen der Schulleitungen, 27 Stellen davon sind bereits seit mehr als sechs Monaten offen.

Franziska Müller-Rech: „Wenn Leitungsstellen monatelang unbesetzt bleiben, führt das zu Überlastung im Kollegium und zu organisatorischem Stillstand – zulasten der Bildungsqualität.“ Sie fordert ein System, in dem Schulleitungen wieder mehr gestalten können und weniger bürokratische Aufgaben übernehmen müssen.