Stand: 13.01.2026 20:00 Uhr
Die Fußball-Bundesligapartie zwischen dem Hamburger SV und Bayer Leverkusen ist am Dienstag kurzfristig abgesagt worden. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff mit.
Der Grund dafür seien „wetterbedingte statische Risiken im Bereich des Stadiondachs“, weswegen das Volksparkstadion des HSV kurzfristig gesperrt worden sei, teilte die DFL mit. Ursprünglich sollte die Partie um 20.30 Uhr angepfiffen werden. Über eine Neuansetzung solle schnellstmöglich entschieden werden.
Tauwasser sorgt für Sicherheitsrisiko
Seit Mitte der vergangenen Woche liefen die Schnee- und Eisräumarbeiten im und ums Volksparkstadion, das einsetzende Tauwetter in Hamburg änderte am Dienstag aber die Lage.
„Unter dem Schnee auf der Dachmembran sammelte sich an einigen Stellen des Stadions Tauwasser, das nicht abfließen konnte und führte zu großen Punktlasten“, teilte der HSV mit. „Ein zur Einschätzung herbeigebetener Fachstatiker bewertete die Lage als Sicherheitsrisiko, woraufhin die Partie in Abstimmung mit der DFL und den Sicherheitsträgern vor Ort abgesagt werden musste.“
Auch das Heimspiel gegen Gladbach in Gefahr?
Die Sicherheit aller Stadionbesucher stehe im Vordergrund, erklärte auch Daniel Nolte, Direktor Organisation und Infrastruktur des HSV. Die Membran des Stadiondachs habe „Beulen“ aufgewiesen, die „nach unten gegangen sind“. Zudem habe sich der Catwalk, der Laufsteg unter dem Stadiondach, verformt: „Theoretisch hätte die Membran reißen und auch der Catwalk in die Zuschauer fallen können. Dementsprechend ist ein Sicherheitsrisiko für Personen dann nicht auszuschließen“, so Nolte.
Am Mittwoch soll die Dachmembran auf mögliche Schäden überprüft werden. Ob am Sonnabend (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) die Partie gegen Borussia Mönchengladbach stattfinden könne, hänge davon ab, was die Untersuchungen ergeben.
Unverständnis bei den angereisten Fans
Bei vielen Fans sorgte vor allem die kurzfristige Absage für Unverständnis – einige hatten bereits eine Anfahrt von mehreren Stunden hinter sich, um dann vor verschlossenen Stadiontoren zu stehen. Nolte bedauerte das, erklärte aber auch: Trotz des seit vergangenem Donnerstag umgesetzten „Schneelastbegrenzungskonzeptes“ sei die Entwicklung nicht absehbar gewesen: „Wir hatten das noch nicht mal heute Vormittag, sondern das ist dann erst mit dem Tauwetter und dem Wasserfluss, der da geblockt wurde, passiert.“
Informationen für den Umgang mit den Tickets – das Volksparkstadion war mit 57.000 Zuschauern ausverkauft – sollen laut HSV in den kommenden Tagen folgen.
Dritte Bundesliga-Spielabsage im Norden
In Norddeutschland sorgt das Winterwetter seit Tagen für Komplikationen. Es ist die dritte wetterbedingte Spielabsage in der Bundesliga. Am vergangenen Sonnabend hatte die Heimpartien des FC St. Pauli gegen RB Leipzig und von Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim nicht stattfinden können. Beide Spiele werden am 27. Januar nachgeholt. Auch der Bahnverkehr ist massiv gestört, vielerorts fiel die Schule wegen des Winterwetters aus.

Für eine Eisbeseitigung am Elbtunnel wurde die A7 Richtung Norden zwischenzeitlich gesperrt. Auch bei der S-Bahn gibt es weiter Probleme.

Die DFL hat die am vergangenen Wochenende witterungsbedingt ausgefallenen Spiele in Hamburg und Bremen neu terminiert.

Der Club hat ein Statement veröffentlicht und erklärt, dass „Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens“ zur Vertragsauflösung mit dem Ex-Boss geführt hätten.