Stuttgarts Nikolas Nartey trifft zum 3:2-Siegtreffer

Stand: 13.01.2026 20:43 Uhr

Der VfB Stuttgart hat zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde das Topspiel gegen Frankfurt gewonnen. Eintracht-Torwart Kaua Santos brachte die Schwaben auf die Siegerstraße.

Beim 3:2-Sieg vor 59.000 Fans in der Stuttgarter Arena brachte Rasmus Kristensen (5.) die Gäste zunächst in Führung, Ermedin Demirovic (27.) und Deniz Undav (35.) drehten die Partie vor der Pause. In der zweiten Halbzeit glich dann Ayoube Amaimouni-Echghouyab (80.) für die Eintracht aus, Nikolas Terkelsen Nartey (87.) besorgte den Stuttgarter Siegtreffer.

Schon 36 Gegentreffer für die Eintracht

Stuttgart beendet die Hinrunde damit mit 32 Punkten auf Platz drei, nach dem 4:1 in Leverkusen war es der zweite Sieg im neuen Jahr.

Die Eintracht ist mit 26 Zählern vorerst Siebter. Dabei hielt die Gegentorflut an. 36 Treffer hat Frankfurt schon kassiert, das sind gemeinsam mit Heidenheim die meisten in der Liga. Zuletzt hatten die Hessen 3:3 bei Borussia Dortmund gespielt.

Start nach Maß für Frankfurt

Im Topduell um einen Europapokal-Platz erwischten die Gäste einen Start nach Maß. Nach einer Ecke von Ritsu Doan stieg Kristensen am kurzen Pfosten hoch und setzte den Ball per Kopf ins lange Eck. Torwart Alexander Nübel konnte da nur hinterherschauen. Da waren nicht einmal fünf Minuten gespielt.

Frankfurts Rasmus Kristensen bejubelt seinen Treffer zum 1:0.

Stuttgart kam träge ins Spiel. In der 11. Minute musste Frankfurts Arthur Theate nach einer Ecke von Angelo Stiller auf der Linie klären. Das war es aber auch schon an Chancen. Die Gäste mussten dann aber doch früh einen Rückschlag einstecken. Stürmer Younes Ebnoutalib musste nach einem harten Zweikampf mit Jeff Chabot vom Platz (20.). Für ihn kam Jean Bahoya.

Doch es waren weiter die Stuttgarter, die sich schwertaten. Im letzten Drittel spielten sie einfach zu ungenau, das Spiel der Schwaben war zudem über Chris Führich zu linkslastig.

Kaua Santos patzt

Zum Ausgleich kam der VfB dann aus heiterem Himmel und unter gütiger Mithilfe von Eintracht-Torwart Kaua Santos. Der ließ eine harmlose Flanke von Maximilian Mittelstädt vor die Füße von Demirovic fallen und der schob bei seinem Startelf-Comeback nach langer Verletzung zum 1:1 ins verwaiste Tor ein. Kaua Santos war da wohl auch vom eigenen Mitspieler, in diesem Fall Aurele Amenda, behindert worden.

Stuttgart drehte danach mächtig auf, der Schwaben-Express rollte, und es dauerte nicht lange bis zur Führung. Jamie Leweling spielte einen Pass in den Strafraum auf Undav, der noch seinen Gegenspieler Oscar Hojlung vernaschte und trocken abschloss. Mit dem 1:2 waren die Frankfurter vor der Pause noch gut bedient, denn der VfB blieb gefährlich und Kaua Santos war zwischenzeitlich doch arg verunsichert.

Knauff trifft nur die Latte

Nach der Pause machte der VfB unbeirrt weiter. Undav hatte die erste gute Chance, sein Schuss im Strafraum wurde aber geblockt. Wenig später strich ein Schuss von Führich aufs lange Eck nur Zentimeter am Tor vorbei.

Doch dann waren die Stuttgarter im Glück. Ansgar Knauff setzte den Ball aus 16 Metern mit einem satten Volleyschuss an die Latte. Das gab der Eintracht Auftrieb, auch sie hatte ihre Chancen. Ohnehin hatte man in dem jetzt wilden Spiel das Gefühl, dass jederzeit irgendwo ein Tor fallen könnte.

Stuttgarts Jamie Leweling im Zweikampf mit Frankfurts Oscar Hojlund und Arthur Theate

In Minute 65 hätte Undav dann für die Vorentscheidung sorgen können, doch der Stürmer scheiterte frei vor dem Tor an Kaua Santos, der diesmal klasse parierte.

Amaimouni-Echghouyab gleicht aus, Terkelsen Nartey kontert

Das Tor fiel auf der Gegenseite. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf Amaimouni-Echghouyab bei seinem Debüt nach feinem Pass von Mo Dahoud für die Eintracht per Flachschuss zum 2:2. Der Stürmer war im Winter von Hoffenheim II gekommen. Freuen konnten sich die Hessen in einer vogelwilden Schlussphase aber nur kurz, denn Terkelsen Nartey schlug nach Vorarbeit von Undav und Josha Vagnoman für Stuttgart zurück.

Stuttgart bei Union, Frankfurt gegen Bremen

Stuttgart empfängt am nächsten Spieltag am Sonntagnachmittag Union Berlin (15.30 Uhr). Frankfurt ist schon am Freitagabend zu Gast bei Werder Bremen (20.30 Uhr).