
Mainz und Heidenheim liefern sich das erwartet intensive Duell. Durch den Erfolg geben die Rheinhessen die Rote Laterne an den Kontrahenten ab.
Mainz und Heidenheim liefern sich das erwartet intensive Duell. Durch den Erfolg geben die Rheinhessen die Rote Laterne an den Kontrahenten ab.
Der 1. FSV Mainz 05 hat zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde den 1. FC Heidenheim mit 2:1 (1:0) besiegt. Silvan Widmer brachte die Gastgeber nach einer halben Stunde in Führung, Nadiem Amiri legte kurz nach der Pause nach (48. Minute). Stefan Schimmer stellte eine Minute nach seiner Einwechslung den Anschluss her (60.).
„Erleichterung, pure Freude“, empfand Nadiem Amiri nach dem Abpfiff im Sportschau-Interview. „Endlich haben wir es wieder geschafft, eine Führung über die Zeit zu bringen.“ Dem Mainzer war allerdings klar, dass der Erfolg gegen den FCH letztlich auf wackligen Beinen stand: „Am Ende hatten wir extreme Probleme, das müssen wir knallhart analysieren.“
Beim FCH herrschte dagegen Enttäuschung. „Ich finde, dass wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben, den Gegner kontrolliert haben. Mainz ist bis auf einen Distanzschuss zu keiner Torchance gekommen. Wir konnten den Druck weg halten und hatten vor dem 1:0 selbst die große Chance. Leider hatten wir da schon nicht die Durchschlagskraft“, sagte FCH-Trainer Frank Schmidt.
Schon die ersten Minuten zeigten, was die Zuschauer an diesem Abend zu erwarten hatten: Intensität und harte Zweikämpfe. Keine Minute war gespielt, als Nadiem Amiri von Schiedsrichter Sven Jablonski wegen eines rustikalen Einsteigens ermahnt wurde. Die erste Torchance gehörte den Mainzern. Nicolas Veratschnig zwang FCH-Keeper Diant Ramaj mit seinem wuchtigen Distanzschuss zu seiner ersten Parade (8.) Auf der anderen Seite setzte sich Mikkel Kaufmann nach einem langen Ball robust gegen Dominik Kohr durch, verzog dann aber von der Strafraumkante (11.).
Gimber scheitert an Batz – Widmer trifft
Ansonsten konzentrierte sich der FCH vermehrt auf die Defensive und überließ den Mainzern das Mittelfeld. Die 05er zeigten sich zwar engagiert in der Offensive um die zentrale Spitze Philipp Tietz, große Gefahr konnten die Gastgeber jedoch zunächst nicht versprühen. Dann setzten sich die Gäste mal um den Strafraum der Mainzer fest, doch der Abschluss von Marvin Pieringer stellte Daniel Batz vor keine Probleme (26.). Zwei Minuten später wurde es deutlich gefährlicher: Doch der Mainzer Keeper parierte auch Dominik Gimbers Schuss aus kurzer Distanz.
Mitten in die Heidenheimer Bemühungen schlugen die Mainzer zu. FCH-Keeper Ramaj leistete sich im Aufbau einen kapitalen Fehlpass, Jae-sung Lee schaltete schnell und flankte direkt auf Widmer, der freistehend volley zur Führung traf. „Wir spielen dem Gegner wiederholt den Ball in die Füße, wie schon gegen Köln. Lee macht das dann überragend“, sagte Schmidt. Heidenheim war um eine Reaktion bemüht, tat sich aber in der Offensive weiter schwer. Auf der Gegenseite bot sich Tietz die Chance aufs 2:0, doch der Angreifer setzte seinen Flugkopfball nach starker Vorarbeit von Kohr am langen Pfosten vorbei (37.).
Amiri legt für Mainz 05 nach
Der zweite Abschnitt begann mit offensiven Mainzern – die sich schnell belohnten. Nachdem es der FCH mehrfach verpasste hatte zu klären, bediente Tietz Amiri im Strafraum mit einer klugen Ablage und der Nationalspieler traf trocken ins lange Eck. Heidenheim zeigte sich nun geschockt, Armindo Sieb hatte die nächste große Chance, doch Ramaj parierte glänzend (52.). Eine Minute später kam Widmer am zweiten Pfosten völlig frei zum Abschluss, doch der Schweizer verzog.
Aus heiterem Himmel kamen die Heidenheimer zurück ins Spiel. Nach einem abgefangenen langen Ball konterten die Gäste blitzschnell. Ibrahimovics Schlenzer konnte Batz zur Seite abwehren, doch der kurz zuvor eingewechselte Schimmer stand goldrichtig und verkürzte auf 1:2. Drei Minuten später kam erneut Ibrahimovic zum Abschluss, wurde diese Mal aber noch entscheidend geblockt. Der FCH blieb am Drücker, Sirlord Conteh kam zentral im Sechzehner zum Volleyabschluss, traf den Ball aber nicht richtig (65.).
Mainz bringt Führung ins Ziel
Die Mainzer hatten offensiv nun völlig den Faden verloren, der FCH war klar am Drücker. Omar Traoré durfte ungehinderte Richtung Strafraum ziehen, seinem Abschluss fehlte dann aber die Präzision (71.). Dann mal etwas Entlastung für die Mainzer. Ramaj griff nach faustete an einem langen Ball vorbei, doch Tietz‘ Kopfball ging etwa einen Meter übers Tor. (79.). Ansonsten spielte fast nur noch der FCH. Fünf Minuten kam Adrian Beck aus 16 Metern zum Abschluss, der abgefälschte Ball klatschte an die Latte. Damit blieb es bis zum Abpfiff beim 2:1 für die Mainzer.
Durch den Sieg geben die Mainzer die Rote Laterne an den FCH ab. Beide Teams haben nun zwölf Punkte auf dem Konto und liegen damit gleichauf mit dem FC St. Pauli auf dem Relegationsrang. Die Hamburger spielen jedoch am Mittwoch noch gegen den VfL Wolfsburg und haben zudem das Nachholspiel gegen RB Leipzig in der Hinterhand.
Mainz und FCH vor Auswärtsspielen
Für beide Teams geht es am Samstag in der Bundesliga weiter. Heidenheim tritt beim VfL Wolfsburg an, die Mainzer sind beim 1. FC Köln gefordert. Anpfiff beider Spiele ist um 15:30 Uhr.