Die Rettungsschwimmer Fabian Itzel von der DLRG Moers-Rheinkamp und Michael Geeven von der DLRG Moers beim 25-Stunden-Schwimmen (Foto: Sven Kattelans)
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Moers. Das 25-Stunden-Schwimmen im ENNI Sportpark Rheinkamp ist erfolgreich zu Ende gegangen und hat eindrucksvoll gezeigt, wie Sport, Gemeinschaft und soziales Engagement zusammenwirken können.

Während der gesamten Veranstaltungsdauer nutzten Schwimmerinnen und Schwimmer aller Altersklassen die Gelegenheit, Bahnen zu ziehen und Kilometer für den guten Zweck zu sammeln. Insgesamt nahmen 664 Teilnehmende im Alter von 5 bis 79 Jahren teil. Gemeinsam legten sie eine Strecke von 3.117.550 Metern zurück. Sandra Jungmaier, Geschäftsführerin der ENNI Sport & Bäder Niederrhein GmbH, verdeutlichte bei der Siegerehrung die Dimension dieser Leistung: „Das ist eine Strecke von hier bis nach Ägypten.“ Beim Vorlesen der Gesamtleistung nutzte sie bewusst die beeindruckende Zahl von über drei Millionen Metern, um die sportliche Leistung anschaulich zu machen.

Durch Eintrittsgelder, die Spende der ENNI pro geschwommene 100 Kilometer sowie Einnahmen aus der Cafeteria kam ein Spendenbetrag von über 7.000 Euro zusammen. Der genaue Betrag wird nach abschließender Abrechnung bekannt gegeben. Der Erlös kommt der Kinderklinik Bethanien zugute. Dr. med. Gündüz Selcan, Chefarzt der Kinderklinik Bethanien, erklärte bei der Siegerehrung: „Die Spende wird unter anderem für den Klinikclown genutzt.“ Sandra Jungmaier hob zudem den gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung hervor und lobte die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer: „Gemeinschaft – davon brauchen wir mehr.“

Die Siegerehrung wurde von Dr. med. Gündüz Selcan, Sandra Jungmaier und Bürgermeisterin Julia Zupancic vorgenommen. Helferinnen und Helfer aus zahlreichen Vereinen unterstützten die Veranstaltung, stellten Bahnenzähler und organisierten die Cafeteria. Insgesamt waren etwa 100 aktive Helfer:innen im Einsatz, ergänzt durch rund 30 zusätzliche Kuchenspender:innen. Somit haben insgesamt rund 130 Personen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Für die Sicherheit im Wasser sorgten 19 Rettungsschwimmer, in der Regel vier gleichzeitig im Einsatz. Davon kamen zwölf aus der DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp, fünf aus der DLRG Ortsgruppe Neukirchen-Vluyn und zwei aus der DLRG Ortsgruppe Moers. Fabian Itzel, Rettungsschwimmer der DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp, zog ein positives Fazit: „Die Veranstaltung ist gut gelaufen. Es war sehr sicher. Als Vorfälle hatten wir lediglich zwei Krämpfe bei Schwimmern und einmal Nasenbluten ohne äußere Einwirkung, das von selbst wieder aufgehört hat. Alle Betroffenen konnten nach einer kurzen Pause weiterschwimmen.“

Besonders hoch war der Andrang im Becken am Samstagmittag. Ruhiger wurde es in der Nacht zwischen 4 und 6 Uhr sowie in der letzten Stunde vor dem Ende der Veranstaltung. Einen besonderen Moment erlebten die Teilnehmenden am Sonntagmorgen, als beim Schwimmen der Blick auf den verschneiten Jungbornpark möglich war, der im Sonnenschein für eine stimmungsvolle Kulisse sorgte.

Auch sportlich gab es bemerkenswerte Leistungen. Aus der DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp erreichte Hannah Bohusch in der Altersklasse weiblich 9 Jahre mit 5.000 Metern den ersten Platz, Jonathan Vahnenbruck belegte in der Altersklasse männlich 17 Jahre mit 16.150 Metern den zweiten Platz.

Besonders erfreulich war zudem die Teilnahme weiterer DLRG-Ortsgruppen. Mannschaften der DLRG Ortsgruppe Kerken sowie der DLRG Ortsgruppe Orsoy, die sogar mit mehreren Teams an den Start gingen, trugen zu einer starken Präsenz der Wasserrettungsorganisation und zu einer lebendigen, vereinsübergreifenden Atmosphäre bei.

Die weiteste Einzelstrecke des gesamten Wettbewerbs erzielte erneut Mareike Neukirch, die als Einzelstarterin an den Start ging. Mit 51.850 Metern übertraf sie ihre eigene Bestleistung aus dem Vorjahr und stellte damit erneut ihre außergewöhnliche Ausdauer unter Beweis.

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