In einem wilden Spiel in Stuttgart patzt erst Eintracht-Keeper Kaua Santos, dann sieht alles nach einem Traum-Einstand von Ayoube Amaimouni-Echghouyab aus. Doch der VfB hat das letzte Wort.

Eintracht Frankfurt VfB Stuttgart Frust

Die Eintracht musste in Stuttgart drei Gegentreffer hinnehmen.
Bild © Imago Images / DeFodi Images

Videobeitrag

Video

16:07 Min.|13.01.26|hr

Die komplette Eintracht-PK nach dem Spiel in Stuttgart

Dino Toppmöller

Video

Bild © hessenschau.de

Ende des Videobeitrags

Eintracht Frankfurt hat zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde verloren. Eine wilde Partie in Stuttgart am Dienstagabend endete 2:3 (1:2). Rasmus Kristensen (5. Minute) und Ayoube Amaimouni-Echghouyab (80.) trafen für die Hessen, Ermedin Demirovic (27.), Deniz Undav (35.) und Nikolas Nartey (87.) für den VfB.

Kristensen per Bogenlampe zur Führung
Audiobeitrag

Bild © IMAGO / HMB-Media / Joaquim Ferreira|
zur Audio-Einzelseite

Ende des Audiobeitrags

Schon vor dem Anpfiff musste Trainer Dino Toppmöller einige Rückschläge verkraften: Can Uzun (verletzt), Hugo Larsson und Nathaniel Brown (beide krank) fielen kurzfristig aus. Aurèle Amenda und Afrika-Cup-Rückkehrer Ellyes Skhiri kamen dafür rein – außerdem wurde der Weg für die Doppelspitze Younes Ebnoutalib und Arnaud Kalimuendo frei, weil der Franzose sein Startelf-Debüt feierte.

Und die Eintracht erwischte einen Traumstart in die Partie. Einen Eckball von Ritsu Doan verlängerte Kristensen am kurzen Pfosten mit dem Kopf. Per Bogenlampe flog der Ball über alle hinweg und senkte sich zur Führung ins Tor (5.). Auf der Gegenseite rutschte eine Ecke von Angelo Stiller an allen vorbei, erst Arthur Theate konnte die Kugel kurz vor der Linie wegkratzen (11.). Ansonsten hielten die Frankfurter die Stuttgarter zunächst gut vom eigenen Kasten fern, allerdings ohne sich selbst weitere Chancen zu erspielen.

Ebnoutalib muss runter, Santos lässt abprallen

Dafür ließ der nächste personelle Rückschlag nicht lange auf sich warten: Nach 14 Minuten knallte Ebnoutalib mit dem Stuttgarter Jeff Chabot zusammen und hielt sich im Anschluss das Knie. Der Neuzugang versuchte es nach kurzer Behandlung noch mal, musste dann aber raus – Jean-Matteo Bahoya kam für ihn.

Nach einer knappen halben Stunde fiel das Eintracht-Konstrukt dann aber regelrecht in sich zusammen. Torwart Kaua Santos ließ eine vermeintlich ungefährliche Hereingabe genau vor die Füße von Demirovic abprallen, der ohne Mühe zum 1:1 einschieben konnte (27.). Die Frankfurter verloren im Anschluss an diesen verhängnisvollen Torwartfehler komplett den Faden und schwammen in der Defensive völlig. Der VfB nutzte das schnell zur Führung: Undav tanzte Oscar Höjlund aus, Skhiri fälschte den Schuss unglücklich ab – 1:2 aus hessischer Sicht (39.). Danach hatte die Eintracht Glück, sich ohne weiteres Gegentor in die Pause retten zu können.

Knauff aus dem Nichts ans Lattenkreuz

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs suchte die Eintracht ihre verlorengegangene Stabilität. Immerhin dauerte es bis zur 57. Minute, bis der VfB wieder gefährlich vor den SGE-Kasten kam. Undav konnte Chris Führich im Strafraum mit der Hacke bedienen, der zielte nur ganz knapp am langen Eck vorbei. Auf der Gegenseite hatte die Eintracht aus dem Nichts die Chance zum Ausgleich, als Ansgar Knauff mit einer spektakulären Direktabnahme von der Strafraumkante das Lattenkreuz traf (58.). Zwei Minuten später war wiederum der VfB dem nächsten Treffer ganz nah, als Undav freistehend knapp verzog (60.).

Kurz darauf hatte Unglücksrabe Santos die Gelegenheit, sich auszuzeichnen: Undav lief frei auf ihn zu, der Brasilianer blieb cool und entschärfte den Schussversuch (64.). Seine Vorderleute schafften es allerdings kaum, Druck in Richtung VfB-Tor zu machen – die Angriffsversuche verpufften allesamt, auch von Kalimuendo war wenig zu sehen.

Nartey kontert Amaimouni-Echghouyab

In der 77. Minute durfte Amaimouni-Echghouyab als Einwechselspieler sein Bundesliga-Debüt feiern – und drei Minuten später jubeln. Der Neuzugang von Hoffenheim II schloss ein Anspiel von Mo Dahoud überlegt ins lange Eck ab zum 2:2 (80.). Der Ausgleich machte das Spiel noch einmal wild: Kristensen hatte mit einem Schlenzer aus 16 Metern die Chance auf den Doppelschlag (82.), auf der Gegenseite fuhr Santos gegen Undav im letzten Moment das lange Bein aus (83.).

Das glücklichere Ende hatte dann der VfB für sich: Josha Vagnoman bediente Nartey, der den Ball zum Siegtreffer über die Linie drückte (87.). Eintracht Frankfurt stand ohne Punkte da – und hatte sich mal wieder drei Gegentore gefangen.

Für die Eintracht ist die Bundesliga-Hinrunde damit beendet. Die Hessen sind Siebter, haben in 17 Spielen 26 Punkte geholt und mit 35:36 eine negative Torbilanz.

Weitere Informationen VfB Stuttgart – Eintracht Frankfurt 3:2 (2:1)

Stuttgart: Nübel – Vagnoman, Hendriks, Chabot (74. Jeltsch), Mittelstädt (90. Stergiou) – Karazor, Stiller, Leweling (90. Assignon), Führich (75. Bouanani) – Demirovic (59. Nartey), Undav
Frankfurt: Kaua Santos – Kristensen, Koch, Amenda – Doan (77. Amaimouni-Echghouyab), Höjlund (66. Dahoud), Skhiri (77. Collins), Theate – Kalimuendo, Knauff (67. Götze) – Ebnoutalib (20. Bahoya)

Tore: 0:1 Kristensen (5.), 1:1 Demirovic (27.), 2:1 Undav (35.), 2:2 Amaimouni-Echghouyab (80.), 3:2 Nartey (87.)
Gelbe Karten: Chabot, Hendriks / Kalimuendo, Theate 

Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg)
Zuschauer: 59.500

Ende der weiteren Informationen

Redaktion:
Sonja Riegel

Sendung:
hessenschau.de, Eintracht verliert in Stuttgart / hr-iNFO,

13.01.26, 20:39 Uhr

Quelle: hessenschau.de