Auch bei München

Söder will Fusionsreaktoren in Bayern

13.01.2026 – 18:07 UhrLesedauer: 1 Min.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht bei einer Pressekonferenz anlässlich der CSU-Winterklausur in Kloster Banz.Vergrößern des Bildes

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, bei einer Pressekonferenz der CSU-Winterklausur in Kloster Banz. (Quelle: dpa/Pia Bayer)

Drei Standorte, große Pläne: In Bayern sollen Fusionsreaktoren entstehen. Das fordert CSU-Chef Markus Söder.

Garching bei München soll Standort eines Fusionsreaktors werden. Die CSU plant insgesamt drei Anlagen im Freistaat. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder bei der Klausur der CSU-Landtagsabgeordneten im oberfränkischen Kloster Banz an. Bayern solle bei der Fusionstechnologie international eine führende Rolle einnehmen, sagte der CSU-Chef.

In Garching ist der Bau eines Demonstrationsreaktors vorgesehen. Dort wird im Projekt „Alpha“ an der Magnetfusion geforscht. Ziel ist es, mehr Energie zu erzeugen, als für den Betrieb eingesetzt wird. Weltweit gibt es bislang keinen Fusionsreaktor zur Energiegewinnung.

Ein weiterer Standort ist Gundremmingen in Schwaben. Auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks soll ein erster kommerzieller Fusionsreaktor entstehen, technisch identisch mit der Anlage in Garching. Das Projekt trägt den Namen „Stellaris“ und wird von privaten Investoren vorangetrieben.

Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) sprach von einem internationalen Wettbewerb bei der Entwicklung der Technologie. In Garching könne der Reaktor nach seiner Einschätzung bis Anfang der 2030er-Jahre stehen. Die Anlage in Gundremmingen könne in etwa 15 Jahren in Betrieb gehen.

Zudem prüft die Staatsregierung laut Söder einen weiteren kommerziellen Fusionsreaktor mit Lasertechnologie in Südbayern. Konkrete Angaben dazu machte er nicht. Die Planungen sollen in Abstimmung mit dem Bund erfolgen.

Auch andere frühere Atomkraftwerksstandorte in Bayern sollen künftig für neue Technologieprojekte genutzt werden. Dort gebe es bereits leistungsfähige Energieinfrastruktur, sagte Söder.