Das Internet vergisst nicht: Dieser bekannte Leitsatz dürfte Uwe Maisch, Vizepräsident des Karlsruher SC, die letzten Tage begleitet haben. Gedacht als ein lockerer Gruß an seine Freunde, sendete Maisch eine Videobotschaft aus dem Trainingslager des KSC im südspanischen Estepona. Das „nicht für die Öffentlichkeit“ gedachte Video, wie es der Verein in einer Stellungnahme nannte, machte trotzdem in den sozialen Medien die Runde – und sorgte für Empörung, auch bei unseren ka-news-Lesern.
„Der freiwillige Rücktritt ist die einzige Option“
Einige fordern nun seinen sofortigen Rücktritt: „Hier gibt es nichts zu diskutieren. Der freiwillige Rücktritt von Herrn Maisch ist die einzige Option“, schreibt Clemens auf ka-news. „Umgehende Freistellung. Dieses sexistische Statement geht gar nicht“, ist von Tom auf Facebook zu lesen.

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Geschäftsführer des KSC MIchael Becker (l.) und Uwe Maisch, Vizepräsident des KSC (r.). (Archivbild)
Foto: Michaela Anderer
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Geschäftsführer des KSC MIchael Becker (l.) und Uwe Maisch, Vizepräsident des KSC (r.). (Archivbild)
Foto: Michaela Anderer
Viele ordnen Maischs Worte „schöne Frauen gibt es hier auch“ als sexistisch ein. „Untragbar“ und „lächerlich“ ist in den Kommentaren zu lesen.
Folgt auf Zlatans Entlassung jetzt die von dem KSC-Vize?
Nach dem plötzlichen Rauswurf des ehemaligen Co-Trainers Zlatan Bajramovic Anfang Dezember 2025 ist Maischs Video der nächste hitzig diskutierte Vorfall, der den Verein in den Augen vieler in kein gutes Licht rückt: „Völlig respektlos gegenüber Frauen. Und dazu noch arrogant und abgehoben. Gefährliche Mischung. Fakt ist: absolut vereinsschädigend“, schreibt Manuel auf Facebook.

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Der ehemalige Co-Trainer Zlatan Bajramovic. (Archivbild)
Foto: Mia
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Der ehemalige Co-Trainer Zlatan Bajramovic. (Archivbild)
Foto: Mia
Hans-Georg rätselt hingegen, ob die Aussage zu Maischs Entlassung führen könnte: „Zlatan wurde wohl grundlos entlassen. Und er liefert einen Grund. Da bin ich mal gespannt.“
„Es sind flapsige Sprüche, mehr aber auch nicht“
Andere finden das Video nicht so schlimm. „Gescheit war es nicht, aber hier wird wieder aus einer Fliege ein Elefant gemacht“, schreibt Markus auf ka-news. „Es sind flapsige Sprüche, wenn auch etwas unglücklich, mehr aber auch nicht.“
Auch Siegbert sieht in Maischs Worten keinen Skandal, der einen Rücktritt zur Folge haben muss: „Wer von uns hat sich unter Freunden nicht bereits ein wenig derber ausgedrückt, als er es in der Öffentlichkeit getan hätte?“, schreibt er auf ka-news.
Manche warnen vor Folgen für die Mannschaft
„Wir zerstören momentan alles, was aufgebaut wurde. Dies ist eine Gemengelage, welche nichts Gutes für die Rückrunde erwarten lässt. Es sollten sich jetzt alle am Riemen reißen, um wieder eine klare Position zu vertreten“, zieht Kuno seine Bilanz auf ka-news.
Ob der Vorfall einen Einfluss auf das Team hat, wird sich am Samstag, 17. Januar, zeigen. Um 13 Uhr tritt der KSC auswärts gegen Preußen Münster an.
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Franziska Gebhard
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