
AUDIO: Carsten Brosda im Talk: Elphi-Plaza bald mit Eintritt und Musik-Erlebniswelt? (22 Min)
Stand: 13.01.2026 19:01 Uhr
Hamburg erwägt, künftig doch Eintritt für die Elphi-Plaza zu nehmen. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) bestätigte im Interview mit NDR 90,3 entsprechende Überlegungen.
„Das ist eine Diskussion, die wir gerade intensiv führen“, sagte Brosda zu den Plänen, künftig doch Eintritt für die Elphi-Plaza zu nehmen. Als Grund nannte er den Kostendruck. Das gesamte Geschäftsmodell der Elbphilharmonie sei seinerzeit darauf ausgerichtet gewesen, die Plaza zu bewirtschaften.
„Wir haben immer gesagt, dass die Plaza nur bis auf Weiteres eintrittsfrei bleibt“, sagt Brosda. Hamburg müsse momentan 3,6 Millionen Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe dafür einsetzen, dass die Elbphilharmonie auf einen Eintritt für die Aussichtsplattform verzichtet. „Wenn ich vor der Wahl stehe, bei Kunst und Kultur sparen zu müssen, um Eintrittsfreiheit auf der Plaza ermöglichen, oder mehr Kultur ermöglichen zu können, wenn ich die Plaza mit einem Eintritt bepreise, bin ich im Lager derjenigen, die sagen: Lass uns einen Plaza-Eintritt nehmen!“

Die Plaza des Konzerthauses bietet einen tollen Blick auf den Hafen und die Hamburger Innenstadt. Der Besuch ist kostenlos.
Offenbar Pläne für zusätzliches Angebot auf der Plaza
Die Elbphilharmonie plant offenbar unterdessen, die Plaza aufzuwerten. Bislang handelt es sich lediglich um eine Aussichtsplattform mit einem Souvenirladen. Nach Informationen von NDR 90,3 soll in den Räumen des Restaurants eine Musik-Erlebniswelt entstehen. Kultursenator Brosda bestätigte entsprechende Überlegungen der Elbphilharmonie, ohne Einzelheiten zu nennen.
„Meilenstein“ auf dem Weg zum Hafenmuseum
Bewegung kommt unterdessen in die Planungen für das Deutsche Hafenmuseum. Nach jahrelangem Stillstand gibt es jetzt eine neue Entwicklung. „Es geht voran“, sagt Kultursenator Brosda. Man habe mit dem Bund Ende des Jahres wesentliche Vereinbarungen getroffen. „Beim Bund liegen jetzt die Unterlagen zur Freigabe, um die nächsten Planungsschritte zu gehen“, sagt Brosda. Für die Planung des Hafenmuseums spricht er von einem „Meilenstein“. Der nächste Schritt wäre ein Architektenwettbewerb. „Das ist die Planung für dieses Jahr.“

Vor zehn Jahren hat der Bundestag viel Geld für ein Deutsches Hafenmuseum in Hamburg bereitgestellt. Getan hat sich seitdem wenig.
„Nicht viel Luft für Neues“
Bei der Entwicklung des Kulturhaushalts ist Brosda vorsichtig optimistisch. „Wir hoffen, dass wir es hinbekommen, dass wir nicht kürzen müssen“, sagte der Kultursenator. Gleichzeitig werde man aber nicht alle Kosten- und Tarifsteigerungen in den Häusern ausgleichen können. Brosda setzt hier auch auf Kostenbewusstsein und Eigeninitiative der Kulturmacherinnen und -macher. „Wir haben Bedürfnisse, in unserem Etat zu Einsparungen zu kommen, ich hoffe nur, dass wir es als Behörde hinbekommen, dass wir die nicht an die Zuwendungsempfänger weitergeben müssen. Das sieht gerade ganz gut aus.“ Brosda nennt die Lage einen „schwierigen, aber zu bewältigenden Pfad, auf dem aber nicht viel Luft für zusätzliches Neues ist.“

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